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Wolfsfreie Zonen für Weidewirtschaft

Zwei Jungrinder dürften allein im September zwischen dem Großarl- und dem Gasteinertal von einem Wolf attackiert und getötet worden sein. „Es sind schreckliche Bilder, die uns da erreichen. Wir dürfen nicht länger zuschauen, sondern müssen handeln“, pocht der Salzburger ÖVP-Abgeordnete Eßl auf eine endgültige DNA-Klärung und den Abschuss des Wolfes.

Anfang September wurde auf der Tofneralm ein totes und stark angebissenes Jungrind entdeckt. Einige Tage später wurde eine Kalbin beim Gamskarkogel gefunden, die wahrscheinlich vom Wolf in den Tod gehetzt wurde. Auch im Juli wurden 24 Schafe nachweislich von einem Wolf ebenfalls auf der Tofneralm getötet. Zehn Schafe dieser Herde werden noch vermisst. „Wie viele Tiere müssen noch auf grausame Art und Weise umkommen, bis sich endlich die Vernunft durchsetzt, die klar besagt, dass der Wolf in den Salzburger Bergen und auf den Almen nichts verloren hat“, setzt sich Eßl seit Langem für einen restriktiveren Kurs in der Wolfsdebatte ein. Als Tierschutzsprecher ist es ihm ein Anliegen, dass „es unseren weidenden Nutztieren gut geht“

In Europa ist der Wolf mit rund 30.000 Stück keineswegs vom Aussterben bedroht. „Aber seine Ausbreitung im Alpenraum gefährdet die heimische, traditionelle Alm- und Weidewirtschaft“. Für Eßl ist daher die Beurteilung beziehungsweise Definition eines „günstigen Erhaltungszustandes“ für ganz Europa als eine Einheit dringend notwendig. „Wenn wir auch in Zukunft eine Weidewirtschaft wie in Salzburg betreiben wollen, dann braucht es wolfsfreie Zonen“, betont Eßl.

Im Bundesland Salzburg sind jährlich rund 100.000 Rinder, 35.000 Schafe und Ziegen sowie 5.000 Pferde auf der Weide beziehungsweise auf Almgrundstücken. „Wir dürfen diese nicht länger dem Wolf als günstige Mahlzeit zum Fraß ausliefern“, fordert Eßl.


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