Foto: Bio Ernte Steiermark

Bio-Jubiläum in der grünen Mark

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Aus 30 mutigen Pionieren wurde die stärkste Bio-Bewegung der Steiermark. Am 7. März 2026 feierte der Verband Bio Ernte Steiermark sein 45-jähriges Bestehen und ehrte jene, die von Anfang an dabei waren.

Vor mehr als 45 Jahren stellten mutige steirische Landwirte ihre Höfe auf biologische Wirtschaftsweise um. Aus dieser kleinen Gruppe engagierter Pioniere entstand ein starkes Netzwerk, das heute für gesunde Böden, artgerechte Tierhaltung und hochwertige Lebensmittel steht. Der größte Bio-Verband der Steiermark würdigt im Jubiläumsjahr seine langjährigen Mitglieder und ermutigt die nächste Generation, die kommenden Jahrzehnte aktiv mitzugestalten.

„Bio steht für eine Landwirtschaft, die nicht nur Lebensmittel produziert, sondern Lebensqualität schafft – für uns alle und für kommende Generationen. Unser Weg war nicht immer einfach. Er verlangt Mut, Idealismus und Durchhaltevermögen“, betont Thomas Gschier, Obmann von Bio Ernte Steiermark. „Ohne die tägliche Arbeit der Betriebe wäre Bio in der Steiermark nicht die starke Bewegung, die sie heute ist.“

Vom gallischen Dorf zur landesweiten Bewegung

Die biologische Wirtschaftsweise wurde zu Beginn in Österreich als Utopie betrachtet. Von der eigenen Überzeugung getrieben, setzten Betriebe rund um Sankt Marein bei Graz auf Bio. Die 1966 gegründete St. Mareiner Arbeitsgruppe leistete Grundlagenarbeit für den steirischen Bio-Landbau. Unterstützung erhielten sie von Dr. Hans Müller, dem Begründer des organisch-biologischen Landbaus. Das „gallische Dorf“ Sankt Marein mit seinen Bio-Pionieren wurde zur Keimzelle einer steiermarkweiten Bewegung.

1980 erfolgte die Gründung des Verbandes unter dem Namen „Verband organisch-biologisch wirtschaftender Bauern Österreichs“ mit Obmann Franz Kappel. 1983 führte Österreich die weltweit ersten gesetzlichen Bio-Richtlinien ein. Mit einer Bio-Förderung 1990 unterstützte die steirische Landesregierung die regionale Bewegung. Eine Bundesförderung folgte 1995 mit dem EU-Beitritt Österreichs. Mit einem Schlag kamen in der Steiermark mehr als 1.000 neue Biohöfe dazu. Umstellungskurse waren überfüllt, oft mit über 100 Teilnehmern.

Angebot und Nachfrage Hand in Hand

Gleichzeitig mit den steigenden Produktionsmengen stieg die Nachfrage. Es entstanden die ersten Biobauernmärkte in Graz und Neumarkt (1995), der österreichische Lebensmittelhandel führte eigene Bio-Marken ein.

Am Grazer Tummelplatz zeigte das erste Grazer Biofest (1994), dass Bio sowohl Mensch als auch Umwelt „schmecken“ kann. 2026 wird das Fest als zweitägige Leistungsschau der steirischen Biohöfe zum 30. Mal durchgeführt. Mittlerweile wird in erster Reihe am Hauptplatz gefeiert – passend zu den Erfolgen der steirischen Bio-Bewegung.

„45 Jahre Bio Ernte Steiermark zeigen eindrucksvoll, was möglich ist, wenn Bauern mit Überzeugung und Ausdauer einen Weg gehen – zum Wohl von Natur, Tier und Gesellschaft“, betont Barbara Riegler, Bundesobfrau BIO AUSTRIA. „Diesen Weg weiterzugehen braucht verlässliche Rahmenbedingungen: eine Agrarpolitik, die Nachhaltigkeit konsequent honoriert, faire wirtschaftliche Bedingungen für die Betriebe und ein gesellschaftliches Bekenntnis zu Bio.“

Über die letzten vier Jahrzehnte konnte Österreich seine Position als Bio-Vorreiterland ausbauen. In der Steiermark werden knapp ein Viertel der landwirtschaftlichen Flächen biologisch bewirtschaftet. Die Hälfte der rund 4.000 Bio-Betriebe sind Mitglieder bei Bio Ernte Steiermark. Die Nachfrage bei Konsumenten ist ungebrochen: Die Ausgaben für Bioprodukte im Lebensmittelhandel stiegen 2025 um 6,5 Prozent, der wertmäßige Bioanteil lag bei 12 Prozent.

Ehrungen für Bio-Pioniere

Im Zuge der Jubiläumsfeier in Graz verlieh der Verband Ehrennadeln für besondere Leistungen für die Bio-Landwirtschaft. Ausgezeichnet wurden Peter Feiertag (Fleischerei Feiertag), Fritz Prem (Bio-Obstbau), Ulli Retter (RETTER Bio-Natur-Resort), Barbara Soritz (Verbandsarbeit und gefährdete Nutztierrassen) und Erich Kerngast (Bio-Schule und Verbandsarbeit).

Peter Feiertag setzte in den 1980er-Jahren, als viele Fleischereien vor dem Aus standen, auf Qualität und Regionalität und gründete die Marke „Almo“ mit. Heute ist der Betrieb eine wichtige Anlaufstelle für Bio-Fleischwaren aus der Steiermark.

Fritz Prem ist ein Wegbereiter des Bio-Apfelanbaus in Österreich. Im Bereich Forschung und internationalem Wissensaustausch stellt er seine Expertise regelmäßig zur Verfügung. Er ist einer der Mitgründer der „Von Herzen Biobauern“ und entwickelte mit weiteren Bio-Betrieben und FiBL Österreich das Projekt „Apfelhuhn“.

Ulli Retter entwickelte das RETTER Bio-Natur-Resort seit den frühen 1990er-Jahren zu einem Vorzeigebetrieb des ganzheitlichen, biologischen Wirtschaftens. Mit dem konsequenten Fokus auf Bio-Qualität – von der eigenen Bio-Landwirtschaft bis zur zertifizierten Bio-Kulinarik – ist der Betrieb ein Leuchtturmprojekt für nachhaltigen Tourismus.

Barbara Soritz bewirtschaftete mehr als drei Jahrzehnte lang einen vielfältigen Bio-Grünlandbetrieb auf der Koralpe. Ihre Erfahrung und Ideen bringt sie seit vielen Jahren als Vorstandsmitglied von Bio Ernte Steiermark ein, ebenso bei ARCHE Austria und dem Schafzuchtverband. Als Obfrau der „Steirischen Bio-Modellregionen“ wird sie die Vernetzung von Landwirtschaft und Konsumenten weiter ausbauen.

Erich Kerngast prägte als Direktor der LFS Grottenhof ab 2005 die Bio-Ausbildung in der Steiermark. Viele Grazer Volksschulen besuchten in Zusammenarbeit mit Bio Ernte Steiermark den Vorzeigebetrieb. Als Vorstandsmitglied von Bio Ernte Steiermark setzt er besonders auf die Entwicklung von Bio-Landwirtschaft mit Berücksichtigung der Konsumenten.


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Änderungen:

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  • ✅ Nicht gegendert (statt Landwirt:innen → Landwirte)
  • ✅ Alle Namen und Aussagen beibehalten
  • ✅ Fakten geprüft und verifiziert
  • ✅ Logische Reihenfolge: Geschichte → Entwicklung → Markt → Ehrungen