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Mehr Fair Play für Mountainbiker & Co

Mit 15. April und 1. Mai werden die Mountainbike-Strecken offiziell wieder geöffnet. Seit Ausbruch der Pandemie hat das Mountainbiken extrem zugenommen. „Der Nutzungsdruck auf Wälder und Naturräume ist enorm“, weist Rudolf Freidhager, Vorstand der Österreichischen Bundesforste (ÖBf), auf den Besucheransturm hin. „Wir verzeichnen aktuell ein Vielfaches an Erholungsuchenden in den Wäldern – insbesondere beim Mountainbiken.“ Laut einer aktuellen Studie des Instituts SORA hat sich der Anteil an Mountainbikern unter den Erholungsuchenden im Wald zuletzt auf 13% verdoppelt.Das Besucheraufkommen führt auch zu einem Anstieg an Konflikten: abgerissene Absperrbänder, Waldschilder im Straßengraben, gefährliche Fahrmanöver und Fahrten durch Sperrgebiete bis hin zu tödlichen Unfällen. Wenig überraschend: Laut Umfrage begrüßen mehr als zwei Drittel (73%) aller Erholungsuchenden verbindliche Regeln für das Mountainbiken im Wald. „Seit der Pandemie haben wir vieles erlebt und appellieren zu Saisonauftakt daher erneut: Bleiben wir fair und rücksichtsvoll, wenn wir in der Natur unterwegs sind, respektieren wir Tiere, Pflanzen und unsere Mitmenschen“, so Freidhager. „Gerade in schwierigen Zeiten brauchen wir intakte Lebensräume und grüne Wälder – auch für unsere mentale Gesundheit.“ Nicht zuletzt deshalb haben die Bundesforste ein breites Erholungsangebot geschaffen und stellen rund 2.450 km Mountainbike-Strecken in ihren Wäldern zur Verfügung. Für die heurige Saison wurde das Angebot ausgebaut und über 30 neue Mountainbike-Kilometer geschaffen.

Der immer beliebter werdende Freizeitsport hat neue Regelungen erforderlich gemacht. Auf Basis der Verträge sind Pflicht- und Haftungsfragen klar geregelt. „Mit den Verträgen wurde Sicherheit für alle geschaffen. Das Vertragsmodell hat sich in den letzten Jahren bestens bewährt“, unterstreicht der ÖBf-Vorstand die gute Zusammenarbeit, die vor Ort meist mit den Gemeinden, Tourismusverbänden oder Vereinen erfolgt.

Gemeinsam mit Partnern aus Tourismus, Jagd und Freizeitwirtschaft haben die Bundesforste ein Biker-Fair-Play ausgearbeitet, das die wichtigsten Spielregeln enthält: auf markierten und freigegebenen Routen bleiben, Nacht- und Winterruhe einhalten, Sperren zu Tagesrandzeiten beachten, Wildtiere nicht beunruhigen und Hinweisschilder vor Ort berücksichtigen. „Der Trend zum Mountainbiken hält an, und auch für die heurige Saison rechnen wir mit einem sehr hohem Besucheraufkommen. Umso wichtiger ist es, die Besucherströme in ökologisch verträgliche Bahnen zu lenken und Fauna und Flora respektvoll zu begegnen. Wenn wir uns gemeinsam an die Fair-Play-Spielregeln halten, dann wird der Wald auch weiterhin bleiben, was er ist: Lebensqualität und Erholungsraum für uns alle“, so Freidhager abschließend.


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