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LFBÖ Land- und Forstbetriebe nachdrücklich besorgt


Obwohl das Agrarbudget durch die guten Verhandlungen in Brüssel in absoluten Zahlen insgesamt um Euro 35 Mio. steigt, wird der Ackerbau – und damit vor allem heimische Vollerwerbsbetriebe – im Trockengebiet mit der aktuell vorgeschlagenen Reform den Gürtel um einiges enger schnallen müssen. Wesentlicher Hintergrund dafür sind die auf EU-Ebene beschlossenen Rahmenbedingungen, die eine Reduktion der Direktzahlungen vorsehen. Diese Reduktion konnte für Österreich stark abgeschwächt werden, beziffern sich aber mit Öko-Regelung, Umverteilungszahlung und Budgetverlust weiterhin auf 25 Prozent. 
„Der Ackerbau im Osten ist aufgrund des niedrigen Ertragspotentials auf größere Flächen angewiesen, um ein ausreichendes Einkommen zu erwirtschaften. Da die gesunkenen Direktzahlungen als erste Stufe für die Abgeltung von Umweltleistungen an die Fläche gebunden sind, ist hier nun mit erheblichen Einbußen zu rechnen. Zusätzlich werden in dieser Stufe die Anforderungen an Umweltleistungen deutlich erhöht, sodass es weniger Geld für mehr Kosten geben wird“, erläutert Zeno Piatti-Fünfkirchen, Vizepräsident der Land&Forst Betriebe Österreich, die schwierige Situation.


Eine Möglichkeit, die Verluste der Direktzahlungen zu kompensieren, wäre ein umfassendes Angebot an Maßnahmen im ÖPUL.
Im nun vorliegenden Entwurf des GAP Strategieplans sehen die Land&Forst Betriebe Österreich keinen ausreichenden Vorschlag. Ackerbaubetriebe würden gerne mehr und bessere Umweltleistungen erbringen, um dadurch ein angemessenes Einkommen zu erwirtschaften – denn Umweltleistungen kosten einfach Geld. Dies wird aber derzeit trotz umfangreichen Abgeltungsmöglichkeiten für Biodiversitätsleistungen durch eine schwache Dotierung bei Begrünungen, Verzicht, Biologische Wirtschaftsweise und den bekannten Direktzahlungen nicht möglich sein. 

 


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