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Arge Alp Regierungschefs favorisieren wildökologische Raumplanung

Der Alpenraum im Schatten der Corona-Krise und der Wolf als grenzüberschreitende Herausforderung waren die bestimmenden Themen der heutigen Konferenz der Arge-Alp-Regierungschefs (Bayern, Graubünden, Lombardei, Salzburg, St. Gallen, Südtirol, Tessin, Tirol, Trentino und Vorarlberg) in Salzburg. „Die politischen Fragestellungen sind in unserer Gruppe meist dieselben. Gemeinsam bewegen wir mehr. Wir sind daher übereingekommen, als umfassenden Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie eine vertiefende Kooperation im Krisenfall anzustreben“, so Landeshauptmann Wilfried Haslauer, der heute den Vorsitz an die Lombardei übergab. Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher freut es besonders, „dass unter dem Vorsitz Salzburgs bedeutende Beschlüsse zum Thema Wolf und zu COVID-19 gefasst werden konnten“. Nun gehe es darum, diese Position gegenüber der staatlichen und der EU-Ebene geschlossen zu vertreten.Beim Thema Wolf forderten die Regierungschefs der Arge Alp die EU-Kommission einhellig auf, zum Schutz der alpinen Land- und Almwirtschaft den Schutzstatus des Wolfs in der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie neu zu bewerten und genügend Geld zur Verfügung zu stellen, um Herdenschutzmaßnahmen zu finanzieren. Weiters sprachen sie sich dafür aus, ein gesamteuropäisches Monitoring und eine wildökologische Raumplanung für den Wolf einzurichten.

Eine weitere in Salzburg verabschiedete Resolution hat nachhaltigen Qualitätstourismus im Alpenraum zum Ziel. Regionalität, Tourismusgesinnung und die Mitarbeiter werden als Stärken benannt, die weiter auszubauen sind. Bemühungen um nachhaltige Mobilität sollen mit geringen CO2-Emissionen insbesondere bei An- und Abreise kombiniert werden.

Auch fünf neue gemeinsame Projekte wurden in Auftrag gegeben. Sie beschäftigen sich mit alpiner Kulinarik, mit der Heilkraft der Alpen, einer Internationalen Sommerakademie für alpines Bauen und Siedlungsentwicklung sowie „Smart Working“ in der öffentlichen Verwaltung.


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