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Tirol bei Kalbfleischvermarktung erfolgreich

„Unsere Vermarktungsoffensiven greifen. Mehr als 5.200 Vollmilchkälber, die sonst mit hoher Wahrscheinlichkeit in Spezialbetriebe zur Kälbermast nach Italien gegangen wären, konnten damit in Tirol aufgezogen und im Land vermarktet werden. Damit einher geht eine spürbare Reduktion an Verkehr und Tiertransporten sowie ein Mehr an Tierwohl“, zieht Agrarreferent Geisler eine positive Zwischenbilanz über die im November 2020 beschlossene Beihilfe zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von heimischem Kalbfleisch. Rund 1.500 bäuerliche Betriebe haben sich bis Dezember 2021 mit durchschnittlich vier Kälbern an der Vermarktungsoffensive beteiligt und damit auch die regionale Versorgung mit Kalbfleisch gestärkt.

Viele dieser Kälber finden – nachdem sie einen Sommer auf der Alm verbracht haben – über das Qualitätsfleischprogramm „Tiroler Almrind“ der Agrarmarketing Tirol den Weg in die Kühltheke und auf den Teller. Seit dem Start dieses Programms im Jahr 2018 konnte der Absatz um das Achtfache gesteigert werden, für das heurige Jahr werden weitere Zuwächse erwartet. Aber auch die Qualität-Tirol-Fleischschienen „Grauvieh Almochs“, „Jahrling“ und „Kalbli“ sind auf Erfolgskurs. Die Agrarmarketing Tirol verzeichnet im gesamten Rindfleischbereich kontinuierliche Absatzsteigerungen. „In Summe konnte die Anzahl der vermarkteten Tiere in den vergangenen fünf Jahren um 60% gesteigert werden“, sieht Geisler eine anhaltend positive Tendenz. Doch noch immer kommen zwei Drittel des in Österreich konsumierten Kalbfleisches aus dem Ausland.

„Die Tiroler Landwirtschaft ist stark auf Viehwirtschaft ausgerichtet, weil nur so die flächendeckende Bewirtschaftung des Grünlands in den Tallagen und die Bewirtschaftung der Almen gewährleistet werden kann. Die Milchviehhaltung wiederum ist mit einer regelmäßigen Produktion von Kälbern verbunden. „Wer heimisches Kalb- und Rindfleisch genießt, hat nicht nur höchste Qualität auf dem Teller, sondern sorgt auch für ein Stück gepflegte Landschaft“, appelliert Geisler an die Konsumenten.


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