Schüler lernen faires Handeln
Mit dem Projekt „Fairness-Büro macht Schule“ bringt das Fairness-Büro rechtliche und wirtschaftliche Themen direkt in jene Schulen, in denen die Zukunft der Landwirtschaft ausgebildet wird. Ziel ist es, künftige Hofübernehmer frühzeitig für faire Wettbewerbsbedingungen in der Lebensmittelkette zu sensibilisieren und ihnen praxisnahes Grundwissen zu vermitteln.
Der offizielle Start erfolgte am 13. April an der HBLA Klosterneuburg.
Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig: „Wer künftig in der Landwirtschaft tätig sein will, sollte die Zusammenhänge entlang der Wertschöpfungskette verstehen, wirtschaftliche Entwicklungen einordnen und die eigenen Rechte kennen. Nur wer die Spielregeln kennt, kann Ungleichgewichten vorbeugen und erfolgreich wirtschaften. Entscheidend ist zu verstehen, wie Märkte funktionieren, um bestmöglich handeln zu können.“
Im Mittelpunkt des Projekts stehen praxisorientierte Workshops. Das Fairness-Büro vermittelt, wie die Lebensmittelkette funktioniert, welche Kräfte entlang der Wertschöpfung wirken und warum faire Rahmenbedingungen für Bäuerinnen und Bauern entscheidend sind.
Das Workshop-Programm umfasst unter anderem: Rechtliche Grundlagen und Marktkonzentration im Lebensmittelhandel, Verhandlungstechniken inklusive Simulationen, die Grundlagen der Wertschöpfungskette bei Lebensmitteln, den Vergleich von No-Name- und Markenprodukten sowie die Aufgaben des Fairness-Büros und das Faire-Wettbewerbsbedingungen-Gesetz.
In einem zweiten Schritt sind die Schüler selbst gefordert. Sie erarbeiten eigene Inhalte und vertiefen ihr Wissen anhand praktischer Beispiele.
Doris Hold vom Fairnessbüro: „Mit ´Fairness-Büro macht Schule´ bringen wir unser Angebot vor Ort an jene Schulen, an denen künftige Hofübernehmer ausgebildet werden. Ziel ist, unser Angebot noch bekannter zu machen und einen niederschwelligen Zugang zu Informationen und Beratung zu bieten. Mit Workshops und konkreten Beispielen vermitteln wir Wissen, das nicht nur in der Theorie nützlich, sondern auch praktisch anwendbar ist.“
Zum Abschluss werden die Schüler als „Fairness-Botschafter“ ausgezeichnet. Das Projekt „Fairness-Büro macht Schule“ soll nach und nach auch an weiteren Schulstandorten fortgesetzt werden.
Bei Interesse melden Sie sich unter: Fairness-buero.gv.at
