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Lockerungen für mobile Hofschlachtung in Aussicht

Die EU-Kommission präsentierte geplante Änderungen zur mobilen Hofschlachtung. Die Behörde kündigte an, dass die Hof-Schlachtung künftig ausgedehnt werden soll. So könnten in Zukunft auch schwer handhabbare, große Nutztiere (max. sechs Schweine und drei Rinder pro Schlachtgang) direkt am Hof geschlachtet werden, wenn ein Tierarzt anwesend ist. Das Ausbluten der Tierkörper könne am Hof stattfinden, das Fleisch müsse innerhalb von zwei Stunden in einem dafür vorgesehenen und entsprechend ausgestatteten Raum verarbeitet werden, so die EU-Kommission. Die finalisierten Sonderregelungen werden dem EU-Parlament in den nächsten zwei Wochen zur Begutachtung vorgelegt.

Die Europaabgeordneten Simone Schmiedtbauer, Agrarsprecherin der ÖVP, und Thomas Waitz, Mitglied im Agrarausschuss ( Europäischen Grünen Partei), begrüßen den Vorstoß der EU-Kommission, zeigen sich jedoch nicht überzeugt von dessen Praxistauglichkeit und Wettbewerbsfähigkeit. „Regionale Kreisläufe, kleine Strukturen, handwerkliches Wissen und Können, das ist es, was wir stärken und wo wir uns wieder hin entwickeln müssen, wenn wir die Vision der ‚Farm to Fork‘-Strategie ernst nehmen. Die Europäische Kommission ist dazu verpflichtet, Widersprüche in der EU-Gesetzgebung auszuräumen. Der angekündigte Vorschlag zur Förderung lokaler und alternativer Schlachtmethoden bedarf Nachbesserungen in Bezug auf die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe, die mobile Schlachtung anwenden möchten, doch ist er ein erster Schritt in die richtige Richtung“, sagt Schmiedtbauer.“Es ist erfreulich, dass die EU-Kommission endlich einen neuen Vorschlag vorlegt. Die ‚Farm to Fork‘-Strategie sieht eine Regionalisierung und kürzere Produktionswege für unsere Lebensmittel vor. Jetzt bleibt abzuwarten, ob die bisher angekündigten Sonderauflagen einen zu großen zusätzlichen Kostenfaktor für unsere Höfe darstellen und ob es nur weitere Schikanen für unsere kleinstrukturierte Landwirtschaft sind“, schließt Waitz.


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