Foto: Hagelversicherung

Klimaministerin zu Gast bei ÖHV-Nachhaltigkeitsfrühstück

 

Die Zeit drängt! Österreich solle bis 2040 klimaneutral sein. Und bis 2030 solle der Bodenverbrauch von aktuell 11,5 Hektar pro Tag auf 2,5 Hektar pro Tag reduziert werden. Was braucht es zur Zielerreichung?

„Wir müssen umdenken. Unbegrenztes Wirtschaftswachstum mit dem Ziel der Gewinnmaximierung zu Lasten der Natur ist heute nicht mehr zeitgemäß. Das ist altes Denken. Das ist Denken ohne Hausverstand. In Zeiten von Umweltkrisen wird dieses Denken von jungen Menschen zu Recht zunehmend kritisiert. Nur, sie werden leider viel zu wenig gehört, viel zu stark sind die anderen Kräfte. Eines ist klar: Weitermachen wie bisher ist keine Option. Den Wohlstand einer Gesellschaft allein an einer einzigen Kennzahl – wie dem Bruttoinlandsprodukt – zu bemessen, ist fatal. Das heißt, wir müssen Wirtschaft neu denken. Wir müssen in die jährliche volkswirtschaftliche Gesamtrechnung auch die Kennzahl Naturkapital aufnehmen. Zum Beispiel: Wie viel Böden haben wir wieder durch Verbauung für immer zerstört? Wie viel umweltschädigende fossile Energie haben wir wieder verbrannt?“, so der Vorstandsvorsitzende der Österreichischen Hagelversicherung, Kurt Weinberger, zusammengefasst in seinem Eingangsstatement beim elften Nachhaltigkeitsfrühstück mit Klimaschutzministerin Leonore Gewessler, an die 150 Meinungsbildner und Entscheider aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Kultur.

„In Zeiten wie diesen, sind wir mehr denn je gefordert, unsere Energie selbst zu erzeugen. Dazu gehört Energie aus Sonne, aus Wasser, aus Wind und Biomasse. Jedes Windrad, das wir aufstellen, jede Gas-Therme, die wir tauschen, ist ein Schritt in Richtung Unabhängigkeit. Das heißt: Wir alle müssen umdenken, wenn es darum geht, wie wir künftig unsere Wohnungen heizen und wie der Strom erzeugt wird, der aus unseren Steckdosen kommt. Wir müssen raus aus den fossilen Rohstoffen und rein in die erneuerbaren Energien. Und das so schnell wie möglich. Wenn wir schon beim Umsteigen sind: Auch in der Frage, wie wir uns künftig fortbewegen, braucht es einen Wandel. Hier geht es darum: Wollen wir weiterhin mit Verbrennungsmotoren die Luft verschmutzen und mit immer noch mehr Straßen den Menschen den Platz zum Leben nehmen? Oder steigen wir auf öffentliche Verkehrsmittel um, die uns entspannt und sicher an unser Ziel bringen – und dabei das Klima, die Geldbörse und den Bodenverbrauch schonen? Das Thema Klimaschutz zieht sich praktisch durch alle Lebensbereiche. Ob wir die Wende schaffen, hängt also nicht zuletzt davon ab, wie gut wir darin sind, an einem Strang zu ziehen“, so die Klimaschutzministerin an die Runde der engagierten Opinion Leader, die sich Tag für Tag für den Klimaschutz stark machen.

Kurt Weinberger unterstrich in seinem Statement an die anwesenden Opinion-Leader: „Wir sind beim Klimaschutz schon ein Stück weitergekommen. Stichwort Klimaticket! Wir brauchen auch keine neuen Straßen, haben wir doch schon eines der dichtesten Straßennetze in Europa. Es braucht aber noch weiterhin den Mut Wirtschaft neu zu denken. Es ist aber nicht nur die gesamte Politik gefordert, sondern auch jedes einzelne Unternehmen – wie übrigens auch jeder von uns in unserem persönlichen Mobilitäts- und Konsumverhalten. Eines ist klar: Wer die Klimaarbeit aufschiebt, lebt jedenfalls auf Kosten von morgen. Die Probleme, vor denen wir noch stehen, sind drängend und existentiell. Bei allen Interessen, welche die Menschheit heute verfolgt, dürfen wir eines für unsere Zukunft und vor allem für die Zukunft unserer Kinder und Enkel nicht vergessen: Die Erde ist uns nur geliehen. Wir haben die verantwortungsvolle Aufgabe, sie an unsere Kinder und Enkel in einem ordentlichen Zustand weiter zu geben!


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