Foto: ARGE Heumilch

Heumilchkonsum unterstützt Nachhaltigkeit

Die ARGE Heumilch versteht es, ihr Licht auf statt unter den Scheffel zu stellen. Mitten im grünen Stadtpark, mitten in Wien, mitten in einer der besten Kulinarikadressen Österreichs, der Meierei im Stadtpark, präsentierten die Heumilchbauern heute ihr frischestes Futter der geistigen Art für die jetzigen und vor allem künftigen Heumilch-Konsumenten, die Nachhaltigkeitsfibel.

Auch Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger konnte bei dieser eher der erfreulichen Terminkategorie zuzuordnenden Veranstaltung dabei sein. Schließlich schaffen die Heumilchbauern, wovon viele Lebensmittelerzeuger nur träumen können. Ihr Produkt Heumilch und alle daraus erzeugten Milchprodukte erzielen einen höheren Preis als herkömmliche Milch. Der Zauberstab, der die Einkommen der Landwirte in Zukunft stabilisieren soll, lautet Wertschöpfung. Heumilch verkauft sich so gut, das sie zu 60% ins Ausland als höherpreisige Molkereiprodukte verkauft werden kann. Jahrzehntelanges, konsequentes Bemühen, Qualität hoch zu halten und dafür die Werbetrommel zu rühren, trägt Früchte. Aber die Heumilchbauern wollen sich nicht auf den Lorbeeren der Vergangenheit ausruhen. Der Klimawandel und dessen Abwendung beginnt immer mehr die Kaufentscheidungen der Konsumenten zu beeinflussen.

Deshalb hat die ARGE Heumilch das Zentrum für globalen Wandel und Nachhaltigkeit der Universität für Bodenkultur beauftrag, die österreichische Heuwirtschaft nach den 17 Nachhaltigkeitszielen (SDG – sustainable development goals) der Vereinten Nationen zu analysieren. Die Ergebnisse dieser unter Mitwirkung von Prof. Werner Zollitsch entstandenen Untersuchung liegen nun in einem schlanken Büchlein, der „Nachhaltigkeitsfibel“, bunt und bekömmlich aufbereitet, vor.

Die Ergebnisse dieser Studie stimmen die Heumilchbetriebe und Konsumenten optimistisch: Der Erhalt der Grünlandflächen, der durch die Bewirtschaftung der Heumilchbauern, gewährleistet wird, hat eine starke, positive Klimarelevanz, da diese Flächen enorme Mengen Kohlenstoff speichern und immense CO2-Senken darstellen. In tieferen Bodenschichten speichert das Grünland 196 t C/ha, Ackerflächen liegen bei 149 t C/ha. Die Tierhaltung der Heumilchbauern ist mit ihrer Angepasstheit an die örtlichen Gegebenheiten, mit ihrem hohen Grünlandanteil, eine zukunftstaugliche Form der Rinderhaltung. Strukturreiches Raufutter wie Gras und Heu ist gerade für die Verdauung beim Wiederkäuer unersetzlich. Sie bilden die Grundlage für eine artgemäße Fütterung. Die weitverbreitete Weidehaltung und Alpung, wie sie in der heimischen Heuwirtschaft praktiziert wird, tut der Gesundheit der Kühe und Jungrinder ausgesprochen gut. Was in einem Gebirgsland wie Österreich sozio-kulturell von großer Bedeutung ist: die Heuwirtschaft unterstützt die Erhaltung der kleinbäuerlichen Strukturen.

Von den etwa 8000 Heumilchhöfen liegen 88 % im Berggebiet. 70% davon bewirtschaften weniger als 20 ha Land, und halten auf ihren Höfen im Durchschnitt 17 Kühe. 85% der Heumilch reift zu wertvollem Käse. Durch den Heumilchzuschlag erhalten die Heumilchbauern einen Mehrwert von 30 Mio. €. Im Schnitt gibt eine Kuh der Heumilchbauern 5.600 Liter Milch pro Jahr. Das früher als „hartkäsetauglich“ oder als „silofrei“ bezeichnete Mauerblümchen des europäischen Milchmarkts wurde in ein zukunftstaugliches Markenprodukt verwandelt.

Die Nachhaltigkeitsfibel gibt es kostenlos auf www.heumilch.com zu bestellen.