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Gutsbetriebe neuer GAP zugeneigt

Mit den gefundenen Kompromissen ist eine eindeutige ökologische Aufwertung sowohl bei den Direktzahlungen als auch im Programm zur ländlichen Entwicklung gelungen. Dabei ist aber auch klar festzuhalten, dass die GAP viele Ziele, nicht nur die Klima- und Biodiversitätspolitik, verfolgt.

Trotzdem spielen Umweltaspekte eine wichtige Rolle. Diesen wird durch die Öko-Regelung und die Ausrichtung der Ländlichen Entwicklung Rechnung getragen. Damit die bisherigen Leistungen in den Ländern mit erfolgreichen Umweltprogrammen honoriert werden, konnte – nicht zuletzt auf Initiative des BMLRT – eine Berücksichtigung der Leistungen aus der Ländlichen Entwicklung mit den Zielen der Öko-Regelung ausverhandelt werden. Dadurch kann der erfolgreiche österreichische Weg einer starken Ländlichen Entwicklung weitergeführt werden. Nicht alle Ansätze sind aber positiv zu bewerten. Der Vorschlag, nicht abgeholte Ökozahlungen aus der ersten Säule während der ersten zwei Jahre als Basisprämie zurückzuführen, schafft ein gefährliches Schlupfloch, das der Umwelt und dem Binnenwettbewerb schaden könnte.

 „Darüber hinaus erzeugen die freiwilligen Möglichkeiten rund um gekoppelte Zahlungen und Capping zusätzliche Wettbewerbsverzerrungen zwischen den Mitgliedstaaten und zwischen Betrieben einer Region. Auch hier stehen nicht nur ökologische Leistungen auf dem Spiel, sondern vor allem auch Arbeitsplätze. Für Österreich wird es wichtig sein, im Sinne der nachhaltig produzierenden Landwirtschaft Lohnkosten zu berücksichtigen und Verzerrungen zwischen Regionen und Sparten zu vermeiden“, erläutert Zeno Piatti-Fünfkirchen, Vizepräsident der Land&Forst Betriebe Österreich.

„Die Basis des Erfolges der heimischen Landwirtschaft ist deren Vielfalt. Diese Vielfalt der Familienbetriebe, ob Horn oder Korn, Berg oder Tal, groß oder klein, West oder Ost bietet Stabilität und Synergien in einem volatilen und vom Klimawandel geprägten Sektor, einen Mehrwert für die Gesellschaft und muss daher auch weiterhin bei der Umsetzung der Agrarpolitik gefördert werden“, zeigt sich Präsident Felix Montecuccoli überzeugt vom österreichischen Weg.


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