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ANGEMERKT

… eine Tochter der Zeit

Eine kleine Bilanz zur Wahlauseinandersetzung – ich fange mit dem Positiven an: Politik ist den Österreichern nicht mehr wurscht. Egal ob in der Schule, im Beruf oder Zuhause – es wird über die Politik in unserem Land diskutiert. Das ist erfreulich und wichtig für unsere Gesellschaft. Insbesondere, weil sich junge Menschen auch wieder dafür interessieren.

Doch nun zum Negativen: Politik wird aktuell stark mit Anpatzen, Korruption, Verschleiern, Leugnen, Fake News und und und in Zusammenhang gebracht. Wenige Wochen vor dem 29. September scheinen sich die Bemühungen der Skandalisierung und des Schlechtredens des politischen Mitbewerbs zu einer neuen Sportdisziplin zu entwickeln. Keine Veranstaltung, kein Interview und schon gar keine Wahl- TV-Show wird dazu ausgelassen. Sachthemen werden auch gestreift, zu Beginn jedes Disputs steht aber das Negative über die anderen. Es ist häufig schon zum Fremdschämen.

Noch gar nicht auszudenken, wenn die oft leichtfertig formulierten Vorwürfe Substanz haben und sich dann auch noch die Gerichte um Klärung bemühen müssen. Und  da dürfte Rufschädigung noch das kleinere Vergehen sein …

Man darf gespannt sein, mit welchen Argumenten sich Partner für eine mögliche neue Regierung finden und auf wie vielen Augen sie dafür blind sein werden. Der ÖVP-Grande Andreas Khol war ein Genie im „Schönreden“ und hatte für diese Fälle ein passendes Zitat: „Die Wahrheit ist eine Tochter der Zeit …“

Klaus Orthaber


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