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GAP-Reform: „Großbetriebe“ dürften weniger bekommen

Die EU-Kommission möchte die Direktzahlungen in Großbetrieben deutlich kürzen. EU-Agrarkommissar Phil Hogan hat seinen Kollegen dazu ein 21-seitiges Papier mit dem Namen „The Future of Food and Farming“ vorgelegt. Während am 29. November die EU-Kommission das Ergebnis präsentieren will, werden die konkreten Reformvorschläge im Laufe des Jahres 2018 erwartet. Änderungen in dem Entwurf an der laufenden GAP betreffen vor allem die Direktzahlungen. Hogan kritisiert, dass 80% der Haushaltsmittel für die heutigen Zahlungen bei lediglich 20% der landwirtschaftlichen Betriebe ankommen. Deshalb schlägt der irische Kommissar eine Obergrenze von 60.000 bis 100.000 Euro/Betrieb und Landwirt vor. Allerdings sollten angestellte Arbeitskräfte in Großbetrieben berücksichtigt werden und die Obergrenze anheben. Arbeitsplätze will Hogan mit seinem Vorstoß jedenfalls nicht gefährden.

Zudem sollen die Direktzahlungen in Kleinbetrieben mit der kommenden Reform angehoben werden. Schließlich fordert der Agrarkommissar eine Angleichung der Direktzahlungen zwischen den EU-Mitgliedstaaten und geht damit auf einen ungelösten Verteilungskampf zwischen dem Osten und dem Westen der EU ein. Eine nationale Kofinanzierung der ersten Säule der GAP lehnt Hogan ab, weil das die Gemeinsamkeit in der Agrarpolitik infrage stellen würde. An den Aussagen des Papiers kann sich in der Debatte innerhalb der EU-Kommission noch einiges ändern.


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