Foto: FVA

Den Trockenschäden auf der Spur

Hitze und Trockenheit haben in den letzten Jahren Baden-Württembergs Wäldern bekanntlich stark zugesetzt. Fast 50 Prozent der Wälder weisen massive Trockenschäden und einen schlechten Vitalitätszustand auf. Klimawandelbedingt ist längst nicht mehr nur die Fichte betroffen, sondern auch andere Baumarten. Aber wie genau kommen diese Schäden eigentlich zustande?

Die enormen Waldschäden der letzten Jahre sind sichtbar, die hohen Temperaturen fühlbar. Projektmitarbeiter an der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) untersuchen die Ursachen der landesweit sichtbaren Trockenschäden im Wald. Welche Baumarten haben unter der Trockenheit der letzten Jahre besonders gelitten? Auf welchen Standorten sind die Schäden besonders gravierend? Diesen Fragen geht die Abteilung Boden und Umwelt<https://www.fva-bw.de/top-meta-navigation/fachabteilungen/boden-umwelt> in dem Projekt Y4DRY nach.

Wie gehen die Forscher dabei vor? „Wir wollen die genauen Schadursachen und das Zusammenspiel von unterschiedlichen Schadfaktoren für die wichtigsten Baumarten in unseren Wäldern untersuchen. Ein besseres Verständnis des baumartenspezifischen Schadgeschehens ist eine wichtige Grundlage für die Waldanpassung an den Klimawandel“, betont Simon Trust.
Mit statistischen Modellen wurde der Einfluss von verschiedenen Umweltgrößen auf die Waldgesundheit untersucht. Dazu gehören zum Beispiel die topografischen Gegebenheiten, die Bodenverhältnisse sowie die klimatischen und hydrologischen Bedingungen. Bei Letzteren spielt vor allem das Risiko für das Auftreten von Trockenstress eine wichtige Rolle. Das Alter der Bäume, aber auch die Exponiertheit und die hydrologische Geländesituation haben bei vielen Baumarten einen großen Einfluss auf die Vitalität.

Welchen Nutzen haben Waldbesitzer und Waldbewirtschafter davon? Mit Hilfe der Modellergebnisse und geografischer Informationssysteme können Waldareale separiert werden, in denen das Risiko für Trockenschäden besonders hoch ist. „Die Projektergebnisse können somit helfen, den nötigen Waldumbau für die Klimaanpassung unserer Wälder regional und lokal auf besonders gefährdete Bereiche zu fokussieren“, macht Simon Trust deutlich.


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