Foto: Forstfachschule

Berni hat´s gut getroffen

 

Bernadette, von ihren Klassenkollegen „Berni“ genannt, stammt aus der Nähe von Weiz, wo ihre Eltern eine Landwirtschaft mit 30ha Wald und einer Frühstückspension bewirtschaften. Während ihrer dreijährigen Ausbildung in der landwirtschaftlichen Fachschule in Kirchberg am Walde entdeckte sie ihre Liebe zum Wald und zur Forstwirtschaft und meldete sich auf der Forstfachschule Traunkirchen an.

Aus ganz Österreich kommen Schüler in die Forstfachschule nach Traunkirchen, die seit 2018 im neuerrichteten „Waldcampus“ untergebracht ist und zu einer der modernsten Ausbildungseinrichtungen ihrer Art europaweit zählt.

Das Mindestalter für die Aufnahme ist 16 Jahre. Viele Schüler entscheiden sich aber auch erst im zweiten Bildungsweg für die Forstwarteausbildung. Der Unterricht umspannt forstliche, jagdliche, technische und wirtschaftliche Aspekte. Der Schwerpunkt liegt aber in der forstlichen und jagdlichen Praxis. So findet ein guter Teil der Ausbildung im nahegelegenen, 700ha großen Lehrforst statt. Den Schülern stehen auch ein Übungsforstbetrieb, zwei Schießkanäle und ein modernes Multimedia-Schießkino zur Verfügung.

Bernadette ist mittlerweile im 2. Schuljahr. „Mir gefällt vor allem der praktische Unterricht“, berichtet Bernie. Sie ist auch Mitglied im Wettkampfteam der Schule. „Jede Woche wird ein bis zwei Mal in den Disziplinen Kettenwechseln, Präzisions- und Kombinationsschnitt und Entasten trainiert“, erzählt sie begeistert. Das Training hat schon einige Erfolge eingebracht: Bernie ist stolze Vizestaatsmeisterin im Kettenwechseln.

Im zweiten Schuljahr haben die Schüler die Möglichkeit sich zu spezialisieren. Neben dem Berufsbild Forstwart gibt es einen weiteren Ausbildungsschwerpunkt im Fachbereich Jagd- und Naturraummanagement. Ein großer Teil der umfangreichen Ausbildung zum Berufsjäger wird hier an der Forstfachschule absolviert.

Forstwarte betreuen und leiten forstliche Betriebe bis 1000ha. In ihren Forstrevieren sind sie von der Holzernte, über die Holzabfuhr bis zur Aufforstung und den Forstschutz zuständig. Sie arbeiten aber auch als erfahrene Berufsjäger, als Sachverständige oder als Fachlehrer. Manche führen ihre eigenen Forstunternehmen und übernehmen Schlägerungen, Durchforstungen, Aufforstungen oder das Fällen von problematischen Bäumen. Auch Bernie hat schon einen fixen Job, den sie nach Schulabschluss in Weiz antreten wird. Die Kontakte dazu hat sie in ihrer Ferialpraxis geknüpft.

Die Forstfachschule in Traunkirchen bildet Forstwart*innen und künftige Berufsjäger*innen in einer2-jährigen Ausbildung mit viel Praxis und unter modernsten Bedingungen aus. Nähere Informationen zur Forstfachschule findet man unter www.forstfachschule.at. Für Interessierte werden auch individuelle Schnuppertage angeboten. Anmeldungen für das Schuljahr 2021/22 sind noch möglich.


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