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UBV kritisiert existenzgefährdendes Spiel

 

Seit dem EU-Beitritt 1995 ist unsere Bauernvertretung nicht imstande, eine für die Almbauern akzeptable Lösung zur Erfassung der Almfutterflächen zu gewährleisten. Diese Unfähigkeit inklusiver aller involvierter Behörden ist eine Schande! Am Rücken der Almbauern findet seit 1995 ein schändliches, Existenzen gefährdendes Spiel statt.

Die Konsequenz der ständig wechselnden Methoden der Flächenerfassung durch offizielle Stellen ist, dass Almbauern Strafzahlungen aufgebrummt bekommen, obwohl staatliche Stellen die Flächen erfasst hatten. Eigentlich haben viele Almbauern seit dem EU-Betritt einen dicken Hals, wenn sie an die Almfutterflächen Feststellung denken. Praktisch mit jeder neuen GAP-Periode gibt es ein Theater. Jetzt sind wieder einmal mittels Infrarotbilder die Almfutterflächen neu erfasst worden und viele Almbauern sollen wieder „rasiert“ werden.

Obwohl Bauern seit Jahrzehnten – also lange vor EU und jeder Almfutterflächen-Erfassung – Tiere auf die Alm getrieben haben und z.B. 50, 60, 80 oder 100 Rinder im Sommer auf den Almen hatten, werden ihnen jetzt wieder einmal von Behörden (mit augenscheinlicher Duldung der Bauernvertretung) die Flächen gestutzt. Da gibt es Bauern, die hatten 1995 z.B. Almfutterflächen von 120 ha (bei 80 Stück Rindern). Mit den ständig neuen Flächenerfassungen stutzten die Behörden bei konkreten Beispielen Almfutterflächen von 120 ha auf 30 bis 45 ha – also um bis zu 2/3. Der Tierbestand auf der Alm blieb aber immer gleich!

Es besteht daher der Verdacht, da will man politisch oder von Amts wegen bewusst Almfutterflächen reduzieren, weil man das Geld woanders verwenden möchte. So kann es aus der Sicht des UBV nicht weitergehen. Es ist nicht akzeptabel, dass die Bauern zudem dann gestraft werden. Es sind jene zu bestrafen, die permanent nicht nachvollziehbare Messmethoden kreieren bzw. Flächenberechnungen durchführen, die nicht stimmen! Das ist wieder ein Beispiel, wo es nicht um die Interessen der (Alm-)Bauern geht, sondern um andere Interessen! Und: die Bauernvertreter sind wieder einmal im Dauer-Winterschlaf.


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