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Strukturwandel bei Milchbauern setzt sich fort

Anlässlich des bevorstehenden Weltmilchtages hat die Agrarmarkt Austria (AMA) jetzt Daten über die Entwicklung des österreichischen Milchsektors publiziert. Die Gesamtanzahl der milchwirtschaftlichen Unternehmen (Molkereien und Käsereien) lag 2017 bei 86 und hat sich somit gegenüber dem Vorjahr nicht verändert (im Jahr 2015 waren es noch 91). Bei den Betriebsstätten ergab sich ein leichter Anstieg um zwei auf insgesamt 109. Die meisten Unternehmen sind nach wie vor in Vorarlberg, knapp gefolgt von Tirol, angesiedelt. Vor allem Sennereien und kleinere Betriebe haben in den westlichsten Bundesländern ihren Standort. Oberösterreich reiht sich auf Platz 3 bei der Anzahl der Unternehmen ein. Im Burgenland gibt es bereits seit 2010 keine Molkerei mehr.

In Tirol und Oberösterreich kam es 2017 bei der Anzahl der Betriebsstätten gegenüber dem Vorjahr zu ein paar Änderungen. Tirol hat nun um vier Betriebsstätten mehr als noch im Jahr 2016. Auch Kärnten hat eine neue dazugewonnen. In Oberösterreich wurden hingegen drei geschlossen und in Niederösterreich eine.

Was die Entwicklung des Personalstandes in den milchwirtschaftlichen Unternehmen betrifft, so zeigte sich 2017 ein geringer Anstieg auf 4.910 Beschäftigte. Die meisten Mitarbeiter weisen die Be- und Verarbeitungsbetriebe in Nieder- und Oberösterreich auf. Kärnten bildet mit 291 Arbeitnehmern das Schlusslicht. Abgesehen von einem kleinen Rückgang im Jahr 2011 legte die Anzahl der Beschäftigten jedes Jahr zu.

Etwas anders sieht es bei den Lieferanten aus. Obwohl in Österreich seit Jahren steigende Milchanlieferungen verzeichnet werden, sinkt die Zahl der Milchbauern stetig. Mehr als 2% von ihnen haben 2017 ihre Tätigkeit gegenüber dem Vorjahr eingestellt. Gleichzeitig wurden um 3.554 Milchkühe mehr gehalten als noch 2016. Prozentuell gesehen gab es im Burgenland, in der Steiermark, sowie in Niederösterreich die meisten Rückgänge. In Vorarlberg wurde die geringste Abnahme an Lieferanten verzeichnet. „Insgesamt wird der agrarische Strukturwandel durch die jüngsten Daten bestätigt“, so die AMA.


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