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Sojaanbau ausbauen hilft Einfuhren abbauen

Um das austro-französische Engagement zu unterstreichen, richteten die Landwirtschaftsminister beider Länder am 17. Dezember in Wien eine Eiweißkonferenz aus. Julien Denormandie hob die enorme ökologische Bedeutung des Sojaanbaues hervor. Der Anbau leiste einen wesentlichen Beitrag zur Eigenversorgung mit Lebens- und Futtermitteln. Seine Amtskollegin Elisabeth Köstinger würdigte den steigenden Soja-Anbau in Österreich. Man verfolge das Ziel, die heimischen Importe bis 2030 um die Hälfte zu verringern.

Nach Österreich werden jährlich etwa 500.000 to Sojabohnen oder -schrot eingeführt. Die heimische Sojaernte belief sich auf 230.000 Tonnen gentechnik-freier Ware, jene Frankreichs auf 448.000 Tonnen . Die Hälfte der heimischen Sojaernte wird für Speisezwecke eingesetzt. Österreich kann 2021 mit einer neuerliche Rekordanbaumenge rechnen. Die Preise für heimisches und europäisches GVO-freies Soja und Proteinfuttermittel sind zudem enorm gestiegen.

Ziel der österreichischen Eiweißstrategie sei es die Anbauflächen für Eiweißpflanzen so zu steigern, dass die Sojaimporte bis 2030 um die Hälfte sinken. Wenn es gelingt, weniger Eiweiß in der Fütterung einzusetzen, sinkt der Sojabedarf automatisch. Das hätte weniger Stickstoff im Wirtschaftdünger zur Folge, würde das Grundwasser entlasten, Ammoniak in der Luft reduzieren und damit die Luftqualität geruchlich steigern. Dazu sei auf der Absatzseite die Weiterentwicklung des AMA-Gütesiegels in Angriff genommen worden, das zu einer dauerhaften Abgeltung der Mehrkosten durch die Marktteilnehmer und Konsumenten führen soll.


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