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Schweizer Käse im Exportminus

Im ersten Halbjahr 2017 wurde etwas weniger Schweizer Käse als in der Vorjahresperiode exportiert, mit 31.879 t fiel die Menge um 0,2% geringer aus. Der Erlös aus diesen Exporten betrug für die eidgenössische Käsebranche (Milchbauern, Käser, Affineure, Handel) insgesamt 265 Mio. Schweizer Franken (rund 238 Mio. Euro). Dies entspricht einem Minus von 0,9% und ist auf den gesunkenen Durchschnittsexportpreis zurückzuführen. Die Käseimporte nahmen im ersten Halbjahr um 4,4% auf 30.479 t zu. Dies teilt die Switzerland Cheese Marketing in Bern mit.

Die Zahlen für das erste Halbjahr 2017 zeigen, dass die im Ausland bekannten Schweizer Käsesorten ihre Marktpositionen nicht ausbauen konnten. Die Entwicklung verlief in den einzelnen Produktekategorien allerdings sehr unterschiedlich. Ein Sorgenkind ist nach wie vor der Emmentaler, dessen Exporte um 8,9% geringer ausfielen. Gewinner sind insbesondere günstigere Käseprodukte.

Rund 40% der Schweizer Milch werden zu 650 verschiedenen Käsespezialitäten verarbeitet. Davon werden 30% weltweit in mehr als 60 Länder exportiert. Der Hauptabsatzmarkt für eidgenössischen Käse ist Europa mit etwa 80% der exportierten Menge (im ersten Halbjahr waren es 26.131 t). Nach Deutschland gingen dabei 14.244 t, gefolgt von Italien 5.079 t und Frankreich 2.115 t. Die Exporte in Länder außerhalb Europas nahmen um 4% auf insgesamt 5.748 t zu.


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