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Schweinepest erreicht Ungarn

In Ungarn gibt es einen ersten Fall von Afrikanischer Schweinepest bei einem verendeten Wildschwein. Das tote Tier wurde im Bezirk Heves, nordöstlich von Budapest und ca. 50 km von der Slowakischen Grenze entfernt, aufgefunden, teilt die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) mit. Ähnlich wie in Tschechien wird vermutet, dass illegal eingeführte Produkte aus Schweinefleisch die Ansteckungsquelle darstellen. Neben den Baltischen Staaten, Polen, Rumänien und der Tschechischen Republik ist nun auch Ungarn von der ASP betroffen. Das Schweinepest-Virus hat damit eine weitere Ländergrenze überwunden.

Auf Basis der bisher vorliegenden Informationen gehe die OIE (Weltorganisation für Tiergesundheit) davon aus, dass sich das Wildschwein über Essensreste infiziert hat. In der betroffenen Region gebe es viele Arbeitnehmer aus der Ukraine, die in herbergsähnlichen Unterkünften in den umliegenden Dörfern leben, berichtet Dow Jones News. Nähere Untersuchungen zur Infektionsursache sollen noch folgen. Um den Fundort nördlich der Autobahn M3 wurden entsprechende Restriktionszonen eingerichtet und weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Seuche gemäß den EU-Bestimmungen getroffen.

Nach Angaben des deutschen Bundesforschungsinstituts für Tiergesundheit (Friedrich-Loeffler-Institut) wurden im Jahr 2017 in den Ländern Estland, Lettland, Litauen, Polen, Ukraine, Tschechien und Rumänien 248 ASP-Fälle bei Hausschweinen und 3.892 bei Wildschweinen gemeldet. Im Jahr 2018 wurden bisher 30 Fälle bei Hausschweinen (Polen, Ukraine, Rumänien) und 2.385 Ausbrüche bei Wildschweinen registriert.


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