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Schlachthöfe suchen jedes Schwein

Quer durch die EU lassen sich die anfallenden Mengen an schlachtreifen Schweinen reibungslos vermarkten. Das saisontypisch aufwärts tendierende Angebot führt nach wie vor zu keiner Staubildung, da es immer noch unter Vorjahreswerten liegt und die Nachfrage aus Asien zunehmend attraktiv ist. Daran dürfte auch die jüngste Entscheidung Chinas nichts ändern, wonach die Zölle auf Soja- und Schweinefleischimporte aus den USA ausgesetzt werden. Lediglich einer weiteren Überhitzung der chinesischen Nachfrage in der EU dürfte die Zollentscheidung entgegenwirken. Vor diesem Hintergrund setzte in Deutschland die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) ihren Basispreis abermals auf dem Vorwochenniveau fest.

In Österreich sind Schlachtschweine anhaltend gefragt. Schlachthöfe suchen jedes Schwein, wenngleich die Erträge im Edelteileverkauf, speziell bei Karree und Schinken, unzufriedene Ergebnisse liefern dürften, berichtet Johann Schlederer, Geschäftsführer der Schweinebörse. Flott hingegen läuft das Geschäft mit Verarbeitungsfleisch. Auch die Abnehmer mit Exportlizenz nach Asien dürften zurzeit keine Probleme haben, die benötigten beziehungsweise gewünschten Spannen zu erzielen. In der Konsequenz war das leicht gestiegene Angebot an der heimischen Börse locker zu disponieren und die Mastschweine-Notierung im Einklang mit europäischen Entscheidungen auf dem Vorwochenniveau von 1,83 Euro (Berechnungsbasis: 1,73 Euro) je kg Schlachtgewicht zu fixieren.