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Russland: Riesige Waldflächen stehen in Flammen

Im Osten Russlands haben die Waldbrände in der vergangenen Woche mit einer Fläche von fast 3 Mio. ha einen neuen Höhepunkt erreicht. Aktuell stehen noch immer 2,4 Mio. ha in Flammen, wie das Katastrophenschutzministerium in Moskau mitteilte. Besonders betroffen sind die sibirischen Provinzen Krasnojarsk und Irkutsk sowie die Teilrepublik Jakutien. Russische Medien weisen in dem Zusammenhang darauf hin, dass sommerliche Waldbrände in diesem Teil des Landes zwar nichts Außergewöhnliches sind, die heurige Situation jedoch besonders große Ausmaße angenommen habe.

Nach Angaben der Weltorganisation für Meteorologie lagen im Juni die durchschnittlichen Temperaturen in den betroffenen Regionen Sibiriens um fast 10 °C über den von 1981 bis 2010 verzeichneten Mittelwerten. Der Umweltminister Russlands, Dmitrij Kobylkin, nannte Trockengewitter als wichtigste Ursache für die Brände. Ministerpräsident Dmitrij Medwedew schloss nicht aus, dass neben den natürlichen Ursachen die Brände teilweise vorsätzlich gelegt worden seien, um illegale Abholzungen zu verschleiern.

Aus Sicht des Katastrophenschutzministeriums sei die rasche Ausbreitung des Feuers auf die mangelhafte Löschung von Brandherden zurückzuführen. Vor diesem Hintergrund wird in der Öffentlichkeit die seit 2015 geltende Bestimmung infrage gestellt, wonach die regionalen Behörden nicht dazu verpflichtet sind, die Waldbrände zu bekämpfen, wenn keine Gefahr für die Siedlungen besteht und der Aufwand höher geschätzt wird als die möglichen wirtschaftlichen Schäden.


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