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Milchmengen steigen weltweit weiterhin rasant

Die weltweite Milcherzeugung hat im Jahr 2018 ihren Wachstumskurs beibehalten. Auch der internationale Handel mit Milchprodukten legte mengenmäßig zu. Das geht aus dem aktuellen „Food Outlook“ der FAO hervor. Asien hatte daran durch überdurchschnittliche Zuwächse bei beiden Entwicklungen einen maßgeblichen Anteil, berichtet die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) in Bonn.

Der Weltmilchmarkt ist nach wie vor ein stark wachsender Sektor. Im Gesamtjahr 2018 wird die globale Milcherzeugung nach jüngsten Schätzungen der FAO um 2% auf insgesamt 827 Mio. t zulegen. Dabei gehen die Experten von steigenden Tendenzen in allen Regionen aus. Absolut betrachtet, wird dabei in Asien das deutlichste Wachstum erwartet, gefolgt von Europa sowie Nord- und Südamerika. Für die Produktion in Afrika, Ozeanien und Mittelamerika wird, nach den zuvor rückläufigen Tendenzen, von einer Erholung ausgegangen. In der EU soll die Erzeugung mit 166,6 Mio. t nur leicht zunehmen (+0,6%).

In Europa wird der Produktionszuwachs vor allem aufgrund der anhaltenden Trockenheit in den Sommermonaten geringer ausfallen, als noch in der Juli-Prognose der FAO angenommen wurde. Auch in den USA dürften vermehrte Kuhschlachtungen den Zuwachs in der Milchanlieferung etwas bremsen. Gleichzeitig zeichnet sich in Asien ein rasanterer Anstieg der Produktion ab. Dies gilt insbesondere für China, wo ein Plus von knapp 5% erwartet wird.

Auch der internationale Handel mit Molkereiprodukten hat nach Schätzungen der FAO 2018 zugenommen. In Milchäquivalent berechnet, werden heuer mit insgesamt 74,5 Mio. t um 2,5% mehr Milchprodukte am Weltmarkt gehandelt als im Vorjahr. Die Steigerungen betreffen alle Standarderzeugnisse, wobei die deutlichsten Zuwächse bei Butter und Magermilchpulver verzeichnet werden.

Die größten Exportsteigerungen dürften in diesem Jahr die USA, Mexiko, Neuseeland, Argentinien, Uruguay und Australien verzeichnen. Für die EU, den weltweit größten Anbieter von Milchprodukten, haben die FAO-Experten die Erwartungen nach unten korrigiert. Die Exporte werden voraussichtlich mit rund 20,3 Mio. t knapp unter dem Vorjahresniveau liegen.