Foto: Jürgen Mück

LFS Edelhof sorgt für kühle Verhältnisse

 

Nach rund einem Jahr Bauzeit ist die neue 480.000 € teure Kühlhalle der Saatzucht der Landwirtschaftlichen Fachschule (LFS) Edelhof in Betrieb gegangen. Auf über 300 Quadratmetern kann nun das wertvolle Zucht- und Vermehrungsmaterial bei konstanter Temperatur ohne den Einsatz von Chemie bis zu zehn Jahre gelagert werden.

 „Die neue Kühlhalle ist ein wertvoller Beitrag zur Erhaltung und Weiterentwicklung der genetischen Sortenvielfalt bei Getreide. Denn die zeitgemäße Infrastruktur bildet den Grundstein für die innovative wissenschaftliche Saatzucht am Edelhof“, betont Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister. „Bei der Züchtung von klimafitten und regional angepassten Getreidesorten konnte man schon große Erfolge erzielen. Erst voriges Jahr wurden gleich fünf neue Sorten zugelassen, das ist eine große Anerkennung der intensiven Forschungsarbeit“, so Teschl-Hofmeister.

 „Der Neubau der Kühlhalle war notwendig, weil die Züchtungsaktivitäten durch die neue Kooperation mit der Saatzucht Edelhof GmbH stark zugenommen haben und wir an die Kapazitätsgrenzen gestoßen sind. Einerseits hat die Forschungstätigkeit rund um die an Klimaerwärmung angepassten Getreidesorten zugenommen. Andererseits hat die Anzahl der Wertprüfungskandidaten auf nationaler und auch internationaler Ebene deutlich zugenommen“, betont Saatzucht-Leiterin Elisabeth Zechner. „Mit der temperierten Kühlung bleibt die Keimfähigkeit des Zucht- oder Vermehrungsmaterials bis zehn Jahre erhalten. Ernteausfälle können somit problemlos ausgeglichen werden. Zudem treten durch die konstante Temperatur Schädlinge wie die Kornmotte oder der Kornkäfer nicht auf und der Einsatz von Pestiziden ist somit nicht notwendig“, so Saatzucht-Betriebsleiter Hubert Hofbauer.


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