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L&F-Betriebe kritisieren Stilllegungsüberlegungen

Die Land&Forst Betriebe Österreich fordern angesichts der aktuellen Krise eine nachhaltige Landnutzung und verwahren sich gegen die verpflichtende Kohlenstoffspeicherung auf Kosten der Waldeigentümer.

Vor dem Hintergrund verletzlicher Logistiksysteme und Versorgungsengpässe sowie der aktuellen Notwendigkeit einer Neuausrichtung der europäischen Wirtschaft wiederholen die Land&Forst Betriebe Österreich ihre Forderung nach einer umfassenden, nachhaltigen Landnutzung in der Verantwortung der Grundeigentümer. Denn nur so wird gewährleistet, dass auch weiterhin wichtige Lebensmittel und Rohstoffe produziert und geerntet, der Schutz vor Naturgefahren gesichert, die Biodiversität und die Kohlenstoff-Sequestrierung erhalten und Erholungsraum zur Verfügung gestellt werden können. Die Voraussetzung dafür ist aber ganz klar, dass alle diese Leistungen einer nachhaltigen Landnutzung auch abgegolten werden müssen und so einen Beitrag zur wirtschaftlichen Nachhaltigkeit der Land- und Forstbetriebe liefern.

„Wir sprechen uns strikt gegen weitere generelle ungeregelte und unentgeltliche Nutzungsrechte an land- und forstwirtschaftlichen Flächen aus“, betont Felix Montecuccoli, Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich.

„Die Land- und Forstwirtschaft ist vom Klimawandel besonders betroffen, spielt aber gleichzeitig eine wichtige Rolle im Kampf gegen diesen. Die Möglichkeiten zur dauerhaften Speicherung von Kohlenstoff im Wald und in den Böden sind beschränkt und nur durch eine nachhaltige Bewirtschaftung zu steigern. Diese Leistung muss daher entsprechend abgegolten werden und deren Finanzierung dauerhaft abgesichert sein. Die Ziele der Kohlenstoffspeicherung, der Klimawandelbekämpfung und der Biodiversität sind oft widersprüchlich und können nicht in einer „One fits all“-Lösung aufgelöst werden. Der wichtigste Beitrag der Land- und Forstwirtschaft zur Erreichung der Pariser Klimaziele ist und bleibt die nachhaltige Produktion von Lebensmitteln und biogener Rohstoffe für eine klimafreundliche Bioökonomie“, so der Verbandspräsident weiter.

„Klimaministerin Gewessler muss endlich effiziente Maßnahmen zur Reduktion der Emissionen und zum Ausbau erneuerbarer Energien setzen, anstatt eine Stilllegung der Land- und Forstwirtschaft zu fordern“, fasst Montecuccoli die Debatten im Rahmen der Jahresvollversammlung zusammen.


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