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Hopfenbauern kooperieren mit heimischen Brauern

Auf ein gutes Jahr schauten die Mühl- und Waldviertler Hopfenbauern bei der 67. Generalversammlung ihrer Genossenschaft jetzt zurück. Die Ernte 2017 fiel mit 260 t gegenüber 309 t im Jahr davor zwar nur mittelmäßig aus, doch die Qualität bewerteten die Brauer zu 100% mit „sehr gut“, und das Lager ist ausverkauft.

Den global boomenden Hopfenmarkt sehen Genossenschaftsobmann Josef Reiter und Geschäftsführer Hermann Bayer sowie ihre Produzenten sehr erfreulich, aber keineswegs überschwänglich, denn die Hopfenproduktion könnte durch große Erzeuger in anderen Ländern rasch zu einer Überproduktion mit erheblichem Preisverfall führen. Mit den heimischen Brauern als Abnehmer sind sie sich daher auch in der Preisgestaltung einig: Sie verzichten jetzt auf mögliche Preisspitzen, werden aber auch bei einem fallenden Weltmarktpreis nicht im Stich gelassen. Längerfristige Verträge sichern dies ab.

Eifrig werden die schon bisher erfolgreichen Qualitätsanstrengungen weiterverfolgt. So ist die Hopfenbaugenossenschaft dem bayerischen Hopfenring e.V. beigetreten, dessen Geschäftsführer Lukas Raith als Gastreferent seine Dienstleistungen vorstellte. Der Hopfenring ist seit 35 Jahren beratend aktiv, er betreut mehr als 1.500 Bauern und damit mehr als die zehnfache Zahl der Mitglieder der oberösterreichischen Hopfenbaugenossenschaft, aber das Hundertfache an Produktionsfläche. Der Verein verfügt somit über viel Erfahrung, die er auch in der Beratung nützt. Schwerpunkte sind Bodenpflege und Pflanzenschutz in einem Nachhaltigkeitssystem sowie Betriebsvergleiche.