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GAP-Reform fehlt laut ÖBV der Ehrgeiz

Gestern war ein trauriger Tag für die klein- und bergbäuerliche Landwirtschaft und für das Klima. Die „Entscheidung der Agrarminister und die Abstimmung im EU-Parlament zeigen: Keine Ambition und zurück in die Vergangenheit ist die Devise. Wenn das die Vision für den österreichischen Weg ist, dann ist das schlichtweg fatal. Wir haben keine Zeit mehr, um weitere zehn Jahre auf eine zukunftsfähige Gemeinsame Agrarpolitik zu warten, die uns dabei unterstützt in der Landwirtschaft umzusteuern. Die Klimakrise wartet nicht!“ so Julianna Fehlinger von der ÖBV-Via Campesina Austria.

Die Agrarminister und das EU-Parlament fallen weit hinter die Vorschläge der EU-Kommission zurück. Damit untergraben die Agrarminister den Green Deal in der Landwirtschaft. „Wenn Köstinger vom ‚österreichischen Weg‘ spricht, dann hat das heute dazu geführt, dass EU-weit Schlupflöcher geschaffen wurden, um Umweltregelungen und Ecoschemes nicht umsetzen zu müssen. 20 % Ecoschemes sind völlig unzureichend. Auch in den Flächenförderungen muss umgesteuert werden: Die Obergrenze von 100.000 € ist zahnlos und wird an der bisherigen Ungerechtigkeit nichts ändern.“ so Fehlinger weiter.

„Berg- und Kleinbäuerinnen und -bauern sind jetzt schon deutlich von der Klimakrise betroffen. Durch Humusaufbau und Kreislaufwirtschaft versuchen wir auf unseren Höfen gegenzusteuern. Doch diese Leistungen müssen auch finanziell abgedeckt werden.“ so Fehlinger abschließend.


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