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EU: ÖVP lagert Bauernvertretung nach Südtirol aus

Die Europaparlamentsabgeordnete und ÖVP-Generalsekretärin Elisabeth Köstinger wird nach der Nationalratswahl am 15. Oktober ihr Mandat in Brüssel aufgeben und ihren Arbeitsmittelpunkt nach Wien verlegen. Das gab die Kärntnerin am Rande des Agrarpolitischen Herbstauftaktes auf der Messe Ried bekannt. „Ich werde nach der Wahl die Heimreise antreten“, so Köstinger wörtlich. Sie wolle allerdings bis dahin ihre laufenden Aufgaben im EU-Parlament noch zu Ende bringen.

Der Bauernbund gerät durch die Entscheidung – ausgerechnet unter einer Generalsekretärin von der eigenen Teilorganisation – in die Zwickmühle: Als nächste folgt die steirische ÖABB-Nationalratsabgeordnete und ehemalige Justizministerin Beatrix Karl auf Platz 6 auf der ÖVP-Wahlliste der Europawahl 2014. Sollte sie verzichten, würde Lukas Mandl aus Niederösterreich nachrücken – ebenfalls ein ÖABB-Funktionär. Der nächste Bauernbündler wäre erst der steirische Bauernbund-Direktor-Stellvertreter Markus Habisch auf Listenplatz 16.

Die ÖVP-Spitze geht folglich davon aus, dass der Bauernbund bis zur nächsten Europaparlamentswahl im Jahre 2019 in Brüssel und Straßburg nicht mehr vertreten sein wird. Köstinger nannte deshalb Herbert Dorfmann als ihren „Nachfolger“. Der sitzt seit 2009 im Europaparlament und ist Mitglied des Tiroler Bauernbundes, allerdings Südtiroler aus Feldthurns. Das wäre für Köstinger kein großes Problem. Denn Dorfmann würde schon lange in der ÖVP-Delegation mitarbeiten und die Interessen der österreichischen Landwirtschaft vertreten. Dorfmann und sie würden schon heute gemeinsam im Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Interessen sitzen, so Köstinger weiter.

STEFAN NIMMERVOLL


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