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Bio Austria erzielt teilweisen Erfolg

Am 6. Oktober hat das Ministerium verlautbart, dass eine Forderung von Bio Austria aufgegriffen wird und es eine eigene Bio-Maßnahme geben wird. „Wir begrüßen, dass das Ministerium nach langen, zähen Verhandlungen einlenkt und unserer Forderung nach der Beibehaltung einer eigenen Bio-Maßnahme im Agrarumweltprogramm nachkommt. Damit wird allerdings erst einer der zwei Voraussetzungen erfüllt, um das kommende ÖPUL bio-gerecht zu gestalten: Ohne vollumfängliche Entsprechung der umfangreichen Leistungen der Biobäuerinnen und Biobauern für die Umwelt, die Biodiversität und das Klima ist erst die halbe Distanz zurückgelegt“, betont Bio Austria Obfrau Gertraud Grabmann in Reaktion auf die Ankündigung.

Bislang hat das Ministerium noch keine Prämienhöhen zu den einzelnen Maßnahmen im geplanten Agrar-Umweltprogramm veröffentlicht. Kolportiert wird, dass trotz zusätzlicher Auflagen die Prämie für Bio-Betriebe nicht steigen, sondern sogar sinken würde.

„Ich hoffe sehr, dass das nicht stimmt. Denn das würde bedeuten, dass die Leistungen, die durch die biologischen Wirtschaftsweise erbracht werden, massiv abgewertet und geringer honoriert werden“, kritisiert Grabmann. „Das ist ein Szenario, das aus unserer Sicht inakzeptabel ist, weil es die Attraktivität von Bio deutlich senken würde. Das wäre nicht im Sinne der Wertschätzung und Fairness gegenüber den Biobetrieben – und damit gegenüber rund einem Viertel der Betriebe in Österreich“, betont Grabmann. Die Zielsetzung des Ministeriums für die Bio-Landwirtschaft – 30 Prozent Bio-Flächenanteil bis zum Jahr 2030 – ist aus Sicht des Bio-Verbandes in keiner Hinsicht ambitioniert. Liegt doch der Bio-Flächenanteil schon heute – neun Jahre davor – bei 26,5 Prozent.

„Eine andere Deutung, als dass das Ministerium hier offenbar die Bremse für die Bio-Landwirtschaft anziehen will, ist kaum möglich. Denn alleine, wenn man die bisherige Entwicklung der Bio-Landwirtschaft in der laufenden GAP-Periode fortschreibt, würde der Bio-Anteil im Jahr 2030 bei knapp 36 Prozent liegen. Wenn hier ein Ziel gesetzt wird, das unter dieser Entwicklung liegt, dann ist das mehr als enttäuschend. Und es wird wohl unweigerlich zu einem Wertschöpfungsverlust für die österreichische Landwirtschaft führen, weil die Produktion nicht mit der sich rasant entwickelnden Bio-Nachfrage mithalten wird können“, so Grabmann abschließend.


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