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Dürrepaket erreicht

Nach intensiven Verhandlungen ist der Weg für ein umfassendes Dürrehilfepaket frei. Das Paket umfasst ein Entlastungsvolumen von 240 Mio. Euro. Größter Baustein ist die Entlastung in der Sozialversicherung in der Höhe von 140 Mio. Euro, das entspricht zwei Monatsbeiträgen.

Zinsenzuschüsse für Betriebsmittelkredite und die Stundung von Agrarinvestitionskrediten schaffen dringend benötigte Liquidität auf den Höfen. Damit können betroffene Bauernfamilien Futter kaufen, ihre Tiere versorgen, laufende Verpflichtungen erfüllen und ihre Betriebe weiterführen. Die Hagelversicherung bleibt auch in Zukunft die wichtigste Vorsorge gegen Wetterrisiken in der Landwirtschaft. Daher werden zusätzliche 50 Mio. Euro für eine Aufstockung der Prämienzuschüsse im Jahr 2027 auf 65 % bereitgestellt.

Konkrete Entlastung auf den Höfen
Die Entlastung bei den Sozialversicherungsbeiträgen im vierten Quartal 2026 senkt die laufenden Kosten der Betriebe spürbar. Durch die Zinsenzuschüsse in der Höhe von 25 Mio. Euro für Betriebsmittelkredite können dringend benötigte Futtermittel sowie Saatgut und Düngemittel für den Herbstanbau finanziert werden. Die Stundung von Agrarinvestitionskrediten verschafft zusätzlichen finanziellen Spielraum, dafür werden nochmals 25 Mio. Euro Budget zur
Verfügung gestellt. Damit setzt das Paket genau dort an, wo der Druck infolge der Dürre derzeit am größten ist.

Die historische Trockenheit hat in allen Bundesländern massive Schäden verursacht. Ernten sind ausgefallen, Wiesen verdorrt und auf zahlreichen tierhaltenden Betrieben fehlt das Futter für die kommenden Monate. Gleichzeitig laufen Kreditraten und andere betriebliche Kosten weiter. Die beschlossenen Maßnahmen helfen den Bauernfamilien dabei, diese außergewöhnliche Situation zu bewältigen und ihre Produktion aufrechtzuerhalten.

„Hinter den noch nie dagewesenen Schadenszahlen stehen Familien, die um die Zukunft ihrer Höfe kämpfen. Das Dürrehilfepaket leistet einen wesentlichen Beitrag dazu, dass diese Betriebe weiterhin hochwertige Lebensmittel für die Menschen in Österreich produzieren können. Es geht somit nicht nur um die Existenz unserer Familienbetriebe, sondern auch darum, die heimische Lebensmittelversorgung langfristig abzusichern“, erklärt  der Österreichische Bauernbund.

Rasche Umsetzung und Planbarkeit
Nun kommt es darauf an, dass die vereinbarten Maßnahmen schnell, unbürokratisch und treffsicher umgesetzt werden. Die betroffenen Betriebe müssen rasch Klarheit darüber erhalten, wann und wie die Entlastung wirksam wird.