Foto: Bauernbund

Strasser und Zopf sprechen Sorgen der Almbauern an

Präsident Georg Strasser und NR Bettina Zopf sind sich der aktuellen Problematik bewusst und haben am Freitag gemeinsam mit Vertretern aus der Region und dem Tourismus das Gespräch gesucht. Bei Anton Giorgini, Bauernbund-Obmann aus Ebensee und Hochalmbesitzer, nutzten die beiden die Möglichkeit, eine Alm zu besichtigen.

Weiter ging es am Nachmittag zu einer Niederalm. Dort haben es Ursula und Rudolf Draxner auf der Kösslalm geschafft, eine Waldweide in eine Almweide umzuwandeln. Auch knapp 1000 m Seehöhe darunter sind die Probleme ähnlich. „Freizeitnutzer sehnen sich nach heiler Welt und naturbelassenen Regionen. Daher wird naturnahen Erholungsurlauben in den Bergen großes Potenzial zugesprochen. Um dieses wertvolle Erlebnis auch in Zukunft bieten zu können, müssen alle ihren Teil dazu beitragen und muss die Politik die richtigen Rahmenbedingungen schaffen“, waren sich Strasser und Zopf einig. „Bei einem so großen Besucheransturm auf unsere heimischen Almen stellt sich bald einmal die Frage: Wem gehören unsere Almen und wer darf sie in welchem Ausmaß nutzen?“, eröffnete Strasser das Gespräch in Ebensee. „Auf unseren Almen ist ohne Zweifel genug Platz für alle da. Der respektvolle Umgang mit Weidetieren, der Natur und den Almbewirtschaftern muss aber gewahrt werden. Man kann auch nicht einfach in einen Hausgarten spazieren, Müll hinterlassen, Erdbeeren pflücken und sich am Ende über das Unkraut beschweren.“ Strasser verwies im Zuge dessen auf die Almregeln, die unter www.sichere-almen.at zu finden sind.

Ins selbe Horn stieß die Oberösterreicherin Zopf. „Es braucht einen Schulterschluss und kein Konkurrenzdenken. Bauern bewirtschaften Almen, Tourismusbetriebe profitieren von der Erhaltung und der Attraktivität der alpinen Kulturlandschaft. Während der Tourismus ein sehr dynamischer Wirtschaftsfaktor ist, hat die Landwirtschaft in den Bergregionen um kostendeckende Einkommen zu kämpfen.“