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Seitinger gegen „große und hocheffiziente“ Betriebe

Die steirische Landwirtschaft steht laut dem Johann Seitinger, dem Agrarlandesrat des Bundeslandes, vor einer bedeutenden Entscheidung: nämlich den gegenwärtigen Trends der Branche mit großen Einheiten für den aggressiven Käufermarkt, einem Preiskampf mit den großen Mitbewerbern und dem Fokus auf Großproduktionsstätten mit zum Teil prekären Bedingungen in der Pflanzen- und Tierproduktion zu folgen – oder den Familienbetrieben und Werten wie Qualität, Transparenz, Innovation sowie starken Marken, gepaart mit hohen ethischen Standards im Bereich des Tierwohls, den Vorzug zu geben.  Für Seitinger stehe fest: „Klein und transparent statt groß und hocheffizient heißt die Devise. Wir setzen eindeutig auf den nachhaltigen, transparenten und qualitätsbewussten Weg mit unseren heimischen Familienbetrieben. Dieser Markt ist zwar kleiner als jener der Massenerzeugung, aber er bietet die einzige Chance für unsere Landwirte.“

Um die heimischen Bauernfamilien überlebensfähig zu machen, seien aber auch andere Themen zu klären, etwa welche Schritte notwendig sind, um die Landwirtschaft in Zukunft attraktiv und gesellschaftsfähig zu machen. Und schlussendlich gehe es um den Klimawandel und die Frage, wie es zu bewerkstelligen ist, dass Politik und Konsumenten bewusst wird, dass die heimischen Bauern ein Teil der Lösung sind. Seitinger fordert daher eine „Grüne Revolution“. „Das bedeutet eine sukzessive ökologische Steuerreform, einen notwendigen Bonus für klimafreundliche Lebens- und Unternehmensführung sowie ein gesteigertes Bewusstsein für dieses Thema im Allgemeinen.“

 


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