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Mischanbau bremst Abschwemmung

Vier Studenten des Welser FH OÖ-Studiengangs Agrartechnologie und -management haben sich beim internationalen Ideenwettbewerb „Bodenschmiede“ (https://www.farm-and-food.com/bodenschmiede/live-pitch-bodenschmiede/) in Berlin gegen 60 Mitbewerber durchgesetzt und mit ihrem Konzept des gezielten Mischanbaus „Relay Intercropping“ den ersten Platz gemacht. Ziel des Bewerbs ist es, nachhaltige Lösungen für die Zukunft des Ackerbaus zu identifizieren und umzusetzen.

Beim „Relay Intercropping“ werden zwei oder mehr Kulturen für einen bestimmten Zeitraum auf demselben Feld angebaut, aber nicht unbedingt gleichzeitig gesät oder geerntet. Auf ihrer Versuchsfläche in Steinhaus bei Wels haben die vier Studenten Soja als Sommerung in einen bestehenden Bestand Wintergerste eingesät. Aufgrund der Beschattung durch das Wintergetreide wird der Unkrautdruck bei Soja sehr gering gehalten, ohne jedoch die Kultur selbst am Wachsen zu hindern. Nachdem das Getreide bei großer Schnitthöhe geerntet wurde, ist die Soja gut entwickelt und kann Licht sowie Wärme der Sommer- und Herbstmonate bis zur Ernte in Ertrag umsetzen. Auf diese Weise wird die gesamte Vegetationsperiode für die Kultivierung von zwei oder mehreren Hauptfrüchten verwendet. Das bedarf bei Sä- und Erntetechnik jedoch innovativer Agrartechnologien, die von dem Studentenquartett zurzeit weiterentwickelt wird.

„Dieses neuartige Ackerbausystem hat viele Vorteile: Es führt zu einer höheren Stickstoffversorgung des Bodens und verringert dadurch den Düngeeinsatz, es erfolgt ein besserer Humusaufbau durch mehr anfallende Biomasse, die Produktivität pro Quadratmeter ist höher, die Erosionsgefahr der Böden ist durch längere Bodenbedeckung geringer und die gesamte Biodiversität verbessert das Bodenleben und stärkt die Pflanzen“, so Studiengangsleiterin Claudia Probst.

„Unsere Landwirtschaft braucht Innovationen, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Unser Agrartechnologie und -management-Studiengang in Wels liefert die notwendigen Kompetenzen, eröffnet aber auch Räume für neue Ideen. Es ist sehr beachtlich, dass bereits zwei Jahre nach dem Start des Studiengangs ein derartiges internationales Ausrufezeichen gelang“, ergänzt Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger. Aktuell läuft die Bewerbungsphase für den FH OÖ-Studiengang Agrartechnologie und -management am Campus Wels. Interessierte können sich unter www.fh-ooe.at/agr informieren und bewerben.


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