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Mehr Saisoniers und weniger Fouls

Während der Pandemie war es auf Grund von Reisebeschränkungen sehr schwierig, Arbeitskräfte für die Landwirtschaft zu bekommen. „Gerade zu Saisonspitzen werden viele Erntehelfer gleichzeitig gebraucht. Im Inland sind dafür nicht genug Arbeitskräfte zu finden. Hinzu kommt auch, dass die biologische Landwirtschaft mehr Handarbeit erfordert“, erklärt BB-Präsident Georg Strasser. Zumeist sind die Saisoniers seit Jahren dieselben und zählen schon zur Stammbelegschaft. „Abhilfe zur Bewältigung von Arbeitsspitzen schafft nun die im Ministerrat beschlossene erleichterte Zulassung von Saisonarbeitskräften aus Drittstaaten,“ so der Bauernbund-Präsident.  Die jährlichen Kontingente für Saisoniers und Erntehelfer werden flexibler ausgelegt.  Die Regelung wird künftig ausschließlich in einer Verordnung des Arbeitsministers festgelegt. Laut Arbeitsministerium kommen rund 2.200 Personen als Stammsaisoniers in Frage. Die Novelle des Ausländerbeschäftigungsgesetzes soll Anfang 2022 in Kraft treten.

2019 gab es erstmals eine europaweite gesetzliche Definition der unlauteren Praktiken in der Lebensmittelwirtschaft. Ab 2022 werden Österreichs Bauern per Gesetz vor unfairen Geschäftspraktiken des Handels geschützt. Dazu zählen etwa Auftragsstornierungen in letzter Minute oder verspätete Zahlungen verderblicher Lebensmittel. „Preisdrückereien der Konzerne mit Millionengewinnen bei den kleinen Produzenten und Lieferanten sollen der Vergangenheit angehören. Der Handel verlangt Lebensmittel zu immer höheren Standards und zu immer günstigeren Preisen. Und zugleich wird die Marktmacht in vollen Zügen ausgenutzt und bis dato auch zum Teil mit unfairen Praktiken gearbeitet. Mit diesem Gesetz und der weisungsfreien Ombudsstelle im BMLRT soll diesem Ungleichgewicht ein Riegel vorgeschoben werden“, so Strasser.


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