Foto: BMLRT/Zenz

Bienenhaltung im Aufwind

 

Die Zahl der Bienenvölker steigt seit vielen Jahren und ist auf rund 456.000 gewachsen. Auch die Zahl der Imkerinnen und Imker ist 2021 auf 33.327 gestiegen. Auf dem Dach des Landwirtschaftsministeriums stehen 9 Bienenstöcke von Mitarbeiter und Imker Harald Hör. Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig hat sich persönlich ein Bild gemacht.

Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig: „Die Zahl der Bienenvölker in Österreich ist weiter auf rund 456.000 gewachsen. Diese Bilanz zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Engagierte Imkerinnen und Imker wie auch eine intakte Umwelt sind die Voraussetzung dafür, dass die Zahl der Bienenvölker steigt.“

„Ohne Bienen – kein Leben! Wir verdanken Bienen nicht nur den Honig, sondern vor allem ihre Bestäubungsarbeit, mit der sie die Biodiversität erhalten und die Lebensmittelproduktion ermöglichen. Mit dem Projekt „Zukunft Biene“ haben wir als Landwirtschaftsministerium wichtige Forschungsarbeit zur Bienengesundheit. Dabei wurden wichtige Erkenntnisse gewonnen, die die Imkerinnen und Imker bei ihrer Tätigkeit unterstützen.“

Im Wirtschaftsjahr 2020/2021 lag die Honigproduktion bei rund 4.100 Tonnen (Quelle: Grüner Bericht).· Die heimische Honig-Produktion deckt ca. 44% des Bedarfs, der Pro-Kopf-Verbrauch lag bei rund 1 Kilogramm. Imker sind in Bienenzuchtverbänden organisiert. Als Dachorganisation fungiert der Verein „Biene Österreich“.

Die Bienengesundheit steht im Zentrum der Forschungsprojekte „Zukunft Biene 1 und 2“, die im Auftrag des Landwirtschaftsministeriums und der Bundesländer von der Universität Graz in Zusammenarbeit mit der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) und der Veterinärmedizinischen Universität Wien durchgeführt wurden.

Im Fokus des Projekts „Zukunft Biene 1“ standen die Wintersterblichkeit sowie die wesentlichen Einflussfaktoren auf die Bienengesundheit. Festgestellt wurde ein eindeutiger Zusammenhang zwischen Winterverlusten und der Belastung durch die Varroamilbe. Neben den genannten Faktoren war auch die Erfahrung der Imker für das Überleben der Bienenvölker von Bedeutung. Imkereitechnik, Standortwahl, ausgewogene Pollenversorgung, ausreichende Winterfütterung und das Niedrighalten von anderen Schadmechanismen.

Aufbauend auf den Ergebnissen wurden in Abstimmung mit Vertretern aus Wissenschaft und Imkerei die Schwerpunkte für das Nachfolgeprojekt „Zukunft Biene 2“ festgelegt. Da die Varroamilbe in Kombination mit Virenerkrankungen den größten Einfluss auf die Bienengesundheit hat, konzentrierte sich „Zukunft Biene 2“ auf die Wintersterblichkeit, die Rolle von Bienenviren und die Virendiagnose.

· Weitere Informationen und Berichte finden sich unter https://dafne.at/projekte/zukunft-biene bzw. https://dafne.at/projekte/zukunft-biene-2


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