Foto: Jürgen Mück

Auch Streuobstwiesen brauchen Auffrischung

Diese Woche fand die Ausgabe der bestellten Obstbäume an der Landwirtschaftlichen Fachschule (LFS) Warth statt, die vom Regionsbüro Bucklige Welt organisiert wurde. „Auch dieses Jahr war das Interesse sehr groß die Streuobstwiesen der Region zu erneuern. Rund 1.000 Obstbäume wurden ausgegeben, die somit für den Erhalt einer intakten Kulturlandschaft auch in der Zukunft beitragen“, betont Fachlehrer Karl Stückler. „Dank dieser Initiative wurden in den letzten 15 Jahren über 10.000 Bäume gepflanzt, die nun prägende Landschaftselemente der Buckligen Welt sind. Aber die Streuobstbestände sind nicht nur ein attraktiver Blickfang während der Obstbaumblüte. Hinter der Kulisse offenbart sich ein wahrer Schatz an Obstsorten- und Artenvielfalt inmitten der Kulturlandschaft“, so Stückler, der die fachliche Beratung bei der Sortenwahl durchführte. 

Für viele teils stark bedrohte Tier- und Pflanzenarten sind Streuobstwiesen der letzte Lebens- und Rückzugsraum. Sie sind wahre Inseln biologischer Vielfalt. So wird der Erhalt von zahlreichen Vogelarten und Kleinsäugern durch diese gefördert, aber auch die Honigbienen und viele andere Insekten profitieren von den Obstbäumen. Ausgegeben wurde eine breite Palette an Obstsorten, die von Apfel, Birne und Kirsche bis zu Weichsel, Zwetschke und Ringlotte reichen. Für den Zeitpunkt der Aktion ist ganz bewusst der November gewählt, weil im Herbst die Obstbäume besser anwachsen. 

Das Ziel dieser Aktion ist die Obst- und Wildobstbestände zu erneuern. Daher unterstützt der Landschaftsfonds des Landes Niederösterreich diese Initiative. Die Förderung ist auch an Auflagen gebunden. So ist die Auspflanzung auf landwirtschaftlich genutzte Fläche beschränkt und die Bäume sind durch einen Pflock zu sichern.


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