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Krähen schädigen steirische Maisanbauer

Viele steirische Ackerbauern kämpfen nach großen Aufgangsproblemen beim Ölkürbis durch Überschwemmungen und Starkregen nun auch noch mit Krähenfraß in den Maisfeldern. „Wir haben heuer ungeheuer viele stark betroffene Landwirte. Zum Teil säen sie ihren Mais bereits zum dritten Mal, und das trifft vor allem die bereits schwer geschädigten Kürbisbauern“, sagt Arno Mayer, Pflanzenbaudirektor der Landwirtschaftskammer (LK) Steiermark. Aufgestellte Vogelscheuchen und persönliche Anwesenheit zeigten kaum Wirkung. „Denn nach wenigen Minuten beginnt das Spiel von vorne“, so Mayer.

Besonders betroffen sind Landwirte im Grazer Feld, in den Bezirken Leibnitz und Weiz sowie in der Obersteiermark. Bio-Gemüsebauer Bernhard Gogg im Grazer Feld versucht etwa durch Lautsprecher mit Solarpaneelen die Krähen von seinem Salat, Fenchel und Speisekürbis zu vertreiben. Landwirt Rupert Hütter im Bezirk Weiz musste seinen wertvollen Saatmais-Bestand umbrechen, um soweit es noch möglich ist eine weniger ertragreiche Alternativkultur anzubauen. Doch die Nässe und der Dauerregen verzögern auch dies. Im Bezirk Leibnitz etwa läuft bei Kammerobmann Christoph Zirngast mittlerweile das Handy heiß. Und in der Obersteiermark haben Schwärme von Krähen frischgewickelte Siloballen zuhauf zerstört.

Alljährlich richten die Krähen massive Schäden in der Landwirtschaft an, die häufig bis in die Millionenhöhe gehen. Heuer dürften die Krähenschäden noch extremer werden, vermutet die LK Steiermark.