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Trockenheit auch im September

Niederschlagsdefizite und angespannte Grundwassersituation prägen weiterhin die hydrologische Lage in Österreich.

Der September 2026 brachte Österreich erneut überdurchschnittliche Temperaturen und zu wenig Niederschlag. Die Temperatur lag um 2,1 °C über dem Mittel der Klimanormalperiode 1991–2020. Gleichzeitig blieb die Niederschlagsmenge österreichweit um 29 % unter dem langjährigen Durchschnitt. Einzelne regionale Niederschlagsereignisse konnten an der angespannten hydrologischen Situation kaum etwas ändern.

Überdurchschnittlich warm und zu trocken

Mit einer durchschnittlichen Niederschlagssumme von rund 74 mm fielen im September etwa 29 % weniger Niederschläge als im langjährigen Vergleich. Besonders geringe Niederschlagsmengen wurden in Vorarlberg, im Burgenland und in der Steiermark registriert. Auch die Schneebedeckung in höheren Lagen blieb deutlich unter dem für die Jahreszeit üblichen Niveau.

Bei den Temperaturen zeigte sich der September ebenfalls außergewöhnlich. Bis zum 9. September herrschten noch hochsommerliche Bedingungen mit Temperaturen von mehr als 30 °C. Erst im weiteren Monatsverlauf gingen die Temperaturen auf ein für die Jahreszeit typisches Niveau zurück.

Niedrige Wasserstände bei Flüssen und Seen

Die Trockenheit spiegelt sich auch in den Abflüssen wider. An mehr als 95 % der Pegelmessstellen lagen die Werte unter dem langjährigen Monatsmittel. Bei knapp über 80 % der Messstellen wurden sehr niedrige Abflüsse festgestellt. Damit blieb die Niederwassersituation an zahlreichen Flüssen und Bächen bestehen.

Auch bei den großen Seen setzte sich der Rückgang der Wasserstände fort. Der mittlere Wasserstand des Neusiedler Sees lag Ende September nur noch 4 cm über dem Wert des bisherigen Rekordjahres 2022. Am Bodensee lag der Wasserstand am Seepegel Bregenz Ende September sogar unter dem bisher niedrigsten für diesen Zeitpunkt gemessenen Wert.

Grundwasser bleibt auf niedrigem Niveau

Besonders angespannt bleibt die Situation beim Grundwasser. Ende September wiesen österreichweit weiterhin knapp 90 % der Messstellen niedrige oder sehr niedrige Grundwasserstände auf. Gegenüber Ende August veränderte sich dieser Anteil kaum.

Regional entwickelte sich die Situation unterschiedlich. In Vorarlberg und Tirol nahm der Anteil der Messstellen mit sehr niedrigen Grundwasserständen weiter zu. In der Steiermark war dagegen ein leichter Rückgang zu verzeichnen.

Kurzfristig keine deutliche Entspannung

Auch der Ausblick lässt zunächst keine grundlegende Trendwende erwarten. Laut den aktuellen Prognosen bleibt zunächst ein stabiles Hochdruckgebiet wetterbestimmend. Nennenswerter Niederschlag ist daher vorerst kaum zu erwarten. Erst zur Monatsmitte steigt die Wahrscheinlichkeit für Niederschläge deutlich an. Wie lange diese anhalten und welche Mengen dabei zusammenkommen, ist derzeit allerdings noch unsicher.

Im weiteren Oktoberverlauf könnten sich die Niederschlagsmengen zwar wieder dem langjährigen Durchschnitt annähern. Gleichzeitig werden weiterhin überdurchschnittliche Temperaturen erwartet. Damit bleibt auch die Verdunstung erhöht.

Für das Grundwasser ist kurzfristig deshalb eher mit einer Stabilisierung auf niedrigem Niveau als mit einer deutlichen Erholung zu rechnen. Für eine nachhaltige Verbesserung der hydrologischen Situation wären ergiebige und möglichst flächendeckende Niederschläge bei moderaten Temperaturen notwendig. Besonders wichtig ist dabei die Zeit von November bis ins Frühjahr, da in diesem Zeitraum ein wesentlicher Teil der Grundwasserneubildung erfolgt.

Monatsbericht September 2026

https://www.bmluk.gv.at/themen/wasser/wasser-oesterreich/hydrographie/wasserbilanz/charakteristik0926.html