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Schweine mit stabilen Preisen in ausgewogenem Umfeld

Sehr einheitlich beschreiben die Analysten zurzeit die Marktlage am EU-Schweinemarkt. Während schlachtreife Schweine saisontypisch leicht zunehmen, dreht das Geschehen in den europäischen Ballungszentren vom Urlaubs- in den Arbeitsmodus, was den Appetit auf Fleisch anregt. In Spanien, mittlerweile das Land mit dem größten Schweinebestand der EU, beginnt mit dem Auslaufen der Sommersaison der Inlandsabsatz zu schwächeln. Während in der Vergangenheit der damit verbundene Preisdruck auch schnell auf ganz Europa übergegriffen hat, scheint es heuer anders zu sein. Spanien ist mittlerweile auch die Nummer eins der EU-Schweinefleischexporteure nach China und damit das wichtigste „Überdruckventil“ nach Asien. Vor diesem Hintergrund notierte auch Deutschland auf Vorwochenniveau.

In Österreich zeigen sowohl Stückzahl als auch Schlachtgewicht der angebotenen Schweine Aufwärtstendenz. Während das Schlachtgewicht mit 97 kg jetzt leicht über dem Vorjahresniveau liegt, bleiben die Stückzahlen aber nach wie vor darunter. Daher ist der Markt anhaltend sauber geräumt. Die Fleischgeschäfte laufen dem Vernehmen nach wieder flüssiger als noch vor wenigen Wochen. Speziell Verarbeitungsware wie Schulter, Bauch und Speck sind wieder gefragt und kompensieren das auslaufende Grillgeschäft, berichtet Johann Schlederer, der Geschäftsführer der Schweinebörse. Auf Basis dessen dokumentierten die Vermarktungspartner mit einer unveränderten Mastschweine-Notierung von 1,83 Euro je kg Schlachtgewicht (Berechnungsbasis: 1,73 Euro) an der heimischen Börse die ausgewogenen Verhältnisse.