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Direkt einkaufen und Versorgung sichern

Die Corona-Krise hat uns allen deutlich vor Augen geführt, wie wichtig die Versorgungssicherheit mit heimischen Lebensmitteln ist, und dass die Landwirtschaft unverzichtbar und systemrelevant ist. Unsere Lebensmittelversorgung ist dank der Bäuerinnen und Bauern stets gesichert. Die Handelskonzerne stellen zwar Regale auf, aber die Bäuerinnen und Bauern füllen sie. So sorgen sie auch dafür, dass die Einkaufskörbe der Konsumenten voll sind.
Voll können sie auch bei den Bäuerinnen und Bauern direkt werden. Viele Betriebe bieten ihre Produkte am eigenen Hof oder auf einem Bauernmarkt an. Die Direktvermarktung ist für viele landwirtschaftliche Betriebe ein wichtiges Standbein.
Regionalität und Sicherheit stehen bei unseren heimischen Betrieben an erster Stelle. Und das schätzen vor allem die Konsumentinnen und Konsumenten immer mehr: Laut einer aktuellen Studie gehen 61 Prozent regelmäßig am Wochen- oder Bauernmarkt und 54 Prozent „direkt beim Bauern“, also ab Hof einkaufen. Diesen Trend gilt es weiter zu nutzen, weil es eine Win-Win-Situation für alle bedeutet.
Simpel gesagt: Mit dem Griff zum heimischen Produkt sichern Sie den regionalen Familienbetrieb. Durch Innovationen, zum Beispiel auch über das Internet, erreichen die Betriebe nicht nur Bekanntheit und neue Kunden, sondern schaffen gleichzeitig auch Arbeitsplätze im ländlichen Raum. Es sind genau diese bäuerlichen Betriebe, die auch unsere Kulturlandschaft prägen und durch die Teilnahme an Wochen- und Bauernmärkten Marktplätze beleben und die regionale Wirtschaft stärken.
Für die Konsumenten bedeutet der Einkauf beim Bauern sichere Versorgung mit besten Lebensmitteln und kurzen Wegen, Ehrlichkeit und Transparenz und natürlich Top-Qualität zu höchsten heimischen Standards. Und für die bäuerlichen Betriebe ist die Direktvermarktung eine wichtige Vermarktungs- und Einkommensmöglichkeit – ganz unabhängig von Handelskonzernen und Weltmärkten.
Die Direktvermarktung wird derzeit durch mehrere Offensiven gefördert: Eine davon ist die „Digitale Vermarktungsoffensive“ in Niederösterreich. Besonders während und seit dem Lockdown boomen digitale Vertriebswege, Webshops und Bestellservices. Das wollen wir nutzen und unsere bäuerlichen Betriebe dabei unterstützen. Gefördert werden neue Online-Auftritte, Webseiten und Online-Shops. Eine weitere Offensive ist die „COVID-19 Investitionsprämie“, die Bundesministerin Elisabeth Köstinger vor kurzem für die Landwirtschaft präsentiert hat: Mit 7 Prozent Förderung für Investitionsprojekte und 14 Prozent bei Investitionen in Digitalisierung und Ökologisierung ist sie besonders auch für Direktvermarkter interessant. Das Land Niederösterreich startete zudem die „Bauernmarkt Initiative“. Infos dazu unter www.soschmecknoe.at.
Eine Bäuerin sagte mir einmal ganz treffend: „Erdbeeren und Rindfleisch müssen nicht fliegen!“ Unsere Betriebe in der Region liefern umweltfreundlich und mit besten Qualitätsstandards alles, was wir brauchen. Indem die Konsumentinnen und Konsumenten beim Bauern einkaufen, stärken sie den Betrieb in der Region und sichern damit auch letztendlich die Versorgungssicherheit.


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