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Verlässliche Rahmenbedingungen in unsicheren Zeiten

Die Corona-Krise hat Österreich, Europa und die ganze Welt weiterhin fest im Griff. Die Gesundheitskrise geht einher mit einer Wirtschaftskrise, mit verlorenen Arbeitsplätzen, trüber Stimmung und unsicheren Zukunftsaussichten. Was es aber in all den Zeiten nicht gibt und gegeben hat, ist eine Versorgungskrise. Die Bäuerinnen und Bauern garantieren ganz Österreich die Versorgung mit Lebensmitteln und zeigen, dass Hamsterkäufe zwar wuchtige mediale Bilder ergeben, aber sicher nicht notwendig sind. Die bäuerlichen Betriebe geben Österreich Sicherheit. Umgekehrt haben auch die Bäuerinnen und Bauern Sicherheit, verlässliche Rahmenbedingungen und klare Zukunftsaussichten verdient.
Mit der Einigung der EU-Agrarminister über die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union gibt es nun solche Aussichten. Lange Verhandlungen gingen den Festlegungen voraus, nun steht fest: Europa wird sich am Erfolgsmodell Österreich orientieren. Ein europaweit stärkerer Fokus auf die Umweltleistungen der Landwirtschaft stärkt die heimischen Betriebe, die diesen Weg ja schon längst gehen. Und umgekehrt konnte aber erreicht werden, dass es nicht um schlichte Stilllegung von Flächen geht, während anderswo auf Teufel komm raus produziert wird, ohne Rücksicht auf Umwelt und Natur. Oder anders gesagt: Österreichs Bauern produzieren Lebensmittel auf höchstem Niveau und bewahren dabei die Schöpfung. Kein Entweder-oder, sondern Produktion und Natur im Einklang. Höchste Qualität statt purer Quantität. Kein Nebeneinander, sondern ein Miteinander. Schon heute hat Österreich höchste Werte bei der Teilnahme am Umweltprogramm, während manch andere Länder solche Programme gar nicht kennen. Im Detail nähern sich die EU-Mitgliedsstaaten den österreichischen Umweltstandards mit verpflichtenden Öko-Regelungen von 20 Prozent der Direktzahlungen an. Umweltleistungen der 2. Säule werden dabei angerechnet. Damit können wir unseren Weg einer starken ländlichen Entwicklung auch in Zukunft fortführen. Und das nicht nur für die bäuerlichen Betriebe, sondern für den gesamten ländlichen Raum. Denn sämtliche Investitionsprojekte wie ‚Ab Hof‘-Läden, Leader-Projekte bis hin zu tierwohlgerechten Ställen kommen immer auch den Regionen zugute, schaffen Arbeitsplätze bei Handwerk und Gewerbe.
Umgekehrt gab und gibt es prominente Stimmen, die landwirtschaftliche Flächen lieber gleich komplett stilllegen wollen. Das ist gleichzeitig unverständlich und unvernünftig. Denn das würde ja erst recht bedeuten, weniger Lebensmittel am Heimatkontinent zu produzieren, heimische Arbeitsplätze zu vernichten und dafür mehr Lebensmittel zu importieren. Und das womöglich aus Ländern, wo dafür sogar der Regenwald niedergebrannt wird. Damit ist niemandem geholfen, das kann niemand wollen. Erdbeeren und Rindfleisch müssen nicht fliegen, im Gegenteil, wir müssen die nachhaltige Lebensmittelproduktion garantieren, gerade die Corona-Krise zeigt uns das. Das sichert Arbeitsplätze und schützt die Umwelt.
Die nun ausverhandelte GAP-Einigung stärkt die Bauern, die nachhaltige Lebensmittelproduktion und die Umwelt und sie stärkt unsere Regionen. Vor allem ist dieser Weg eine wichtige Weichenstellung und eine klare Zukunftsperspektive für unsere Höfe.


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