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Ländlicher Raum muss Gewinner bleiben

Ein Corona-Ende und die Rückkehr zur Normalität nahen endlich wieder. Das Land und die Landschaft blühen wieder auf. Schnell ist vergessen, was voriges Jahr war: Geschlossene Grenzen und Hamsterkäufe. Wer aber immer da war, sind die Bäuerinnen und Bauern. Sie sorgen für das tägliche Brot. Und sie investieren in die regionale Wirtschaft.
Vor allem während der Corona-Krise haben die Konsumentinnen und Konsumenten vermehrt zu heimischen Lebensmitteln gegriffen. Und das ist gut so. Wer regional kauft, stärkt die Betriebe in der Heimat. Aber Regionalität endet nicht bei den Lebensmitteln – sie ist auch in anderen Bereich von großer Bedeutung. Das wissen auch und vor allem die Bäuerinnen und Bauern. Sie selbst profitierten vom Trend zum regionalen Einkauf, geben aber auch selbst wieder regional zurück: Die Bäuerinnen und Bauern investieren pro Jahr rund 700 Millionen Euro, ein guter Teil davon betrifft natürlich bauliche Tätigkeiten. Dabei setzen sie auf die bewährte Partnerschaft mit den Wirtschaftstreibenden aus der Region, mit Handwerkern und Gewerbe. Ableiten lässt sich diese starke Entwicklung auch von den Anträgen im Rahmen der Investitionsförderung. Bereits im Jahr 2020 wurden rund 50 Prozent mehr Anträge zur Investitionsförderung gestellt als im langjährigen Durchschnitt. Dieser Trend hat sich nochmal verstärkt. So wurden seit Jänner 2021 bereits mehr als 2.000 Förderanträge eingereicht. Das ist mehr als das Doppelte, verglichen mit dem gleichen Zeitraum der Vorjahre. Bei der Umsetzung der Investitionsvorhaben setzen die Landwirte auf die Kompetenz, Expertise und hohe Qualität der regionalen Gewerbebetriebe. Das trägt dazu bei, dass die Produktion und letztendlich die Versorgung in Niederösterreich langfristig und nachhaltig abgesichert werden können.
Die Landwirtschaft kurbelt also auch in Krisenzeiten den Wirtschaftsmotor an. Unsere heimischen Bäuerinnen und Bauern arbeiten intensiv mit den Unternehmen und Dienstleistern in den Regionen zusammen. Denn wenn es um die Versorgung vor Ort geht, spielen ebenso heimische Rohstoffe und vor allem auch regionale Dienstleistungen eine wichtige Rolle. Und mehr Regionalität wirkt sich positiv auf die gesamte Wertschöpfungskette aus. Dabei gehen Landwirtschaft und Wirtschaft Hand in Hand. Und eines ist klar: Wer Betriebe vor Ort will, der muss ihnen auch Aufträge geben und Produkte bei ihnen einkaufen.
Zusätzlich gilt: Corona ist ein Gamechanger für den Ländlichen Raum, viele Nachteile sind jetzt zu Vorteilen geworden: Aus dem Klischee „viel Landschaft und wenig Arbeitsplätze“ wurde „der perfekte Arbeitsplatz zuhause im Grünen“. Hat man bisher die Anonymität in der Stadt als Vorteil erachtet, so schätzt man jetzt die Nachbarschaftshilfe am Land. Wir sehen das ganz konkret an einer immens verstärkten Nachfrage nach Wohnmöglichkeiten am Land und an einer verstärkten Nachfrage nach regionalen Produkten. Und wir sehen, wie gut Homeoffice dort funktioniert, wo man Platz und Raum hat, und wo vor allem dort, wo schnelles Internet und guter Handyempfang zuhause sind. Seit einem Jahr sehen wir eine wahre Renaissance des Ländlichen Raums. All das müssen wir nun auch nützen, die Chancen stehen gut. Der Ländliche Raum wurde zum Gewinner, und das muss auch so bleiben.


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