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100 Jahre Landwirtschaftskammer Niederösterreich

Das Land Niederösterreich feiert im heurigen Jahr seinen 100. Geburtstag. Am 1. Jänner 1922 trat das Trennungsgesetz für Wien und Niederösterreich in Kraft und gab dem größten Bundesland die volle Souveränität und Eigenständigkeit. Und auch die Niederösterreichische Landwirtschaftskammer feiert heuer ihren Hunderter, sie wurde 1922 als erste Kammer Österreichs gegründet. Ein Gleichklang zwischen Land und Kammer, der auch die Realität durch alle Jahre abbildet: Denn nicht umsonst beginnt die Niederösterreichische Landeshymne mit den Worten „Oh Heimat, dich zu lieben, getreu in Glück und Not.“ Und diese Liebe und Treue zur Heimat, zur Schönheit unserer Landschaften und zu den Menschen hat ganz viel mit den Bäuerinnen und Bauern zu tun. Niederösterreich ist das Land der Äcker, Wiesen und noch mehr. Die Bäuerinnen und Bauern versorgen Stadt und Land mit Lebensmitteln und sorgen für das Rauschen der Wälder und das Wogen der Felder, wie es in der Landeshymne weiter heißt. Und sogar bei den Trennungsverhandlungen hatten die Bäuerinnen und Bauern eine entscheidende Rolle inne: Draußen war es kalt, drinnen saßen die Verhandler in kaum geheizten Räumen mit ihren Wintermänteln. Das Gesprächsklima war unterkühlt, aber für die positive Wende sorgten dann die niederösterreichischen Bauernvertreter, die mit Bauernbrot, Geselchtem und Wein vorbeikamen. Kurz darauf war alles unter Dach und Fach.
Wenn wir auf die vergangenen 100 Jahre in der Landwirtschaft zurückblicken, so wird klar: Vieles hat sich verändert. Pferde und Ochsen wurden von Traktoren abgelöst, Wirtschaftskrisen und Weltkriege brachten Hungersnöte. Vor 100 Jahren war Landwirtschaft eine regionale Sache, heute sind unsere kleinstrukturierten Familienbetriebe mit dem Weltmarkt konfrontiert. Um diese Herausforderung zu navigieren, braucht es die Expertise und Kompetenz der Landwirtschafskammer, heute und in Zukunft. Regional verankert, mit hoher fachlicher Expertise und direktem Bezug zur Praxis.
Heute ist Niederösterreich nicht mehr nur reines Agrarland, sondern zusätzlich auch Wirtschafts-, Wissenschafts- und Kulturland. Und gerade auch die Bäuerinnen und Bauern sind heute bedeutende Wirtschaftsfaktoren, innovative Wissensträger und lokale Kulturschaffende. Unsere Bäuerinnen und Bauern sind im europäischen Vergleich nicht die Größten, aber ganz vorne, wenn es um Produktivität, Innovation und Diversität geht. Um Qualität und Umweltleistungen. Und durch all die Jahre, Jahrzehnte und Jahrhunderte gleich geblieben ist der wichtigste Zweck und Antrieb, warum jemand Bäuerin bzw. Bauer ist: Sie schaffen uns das Brot.
Österreich muss jederzeit und für immer in der Lage sein, sich selbst zu ernähren. Dafür braucht es den Bauernstand – wie einen Bissen Brot. Und auch in Zukunft werden die He­rausforderungen nicht kleiner werden. Unwetter, Klimawandel, internationale Konflikte, all das stellt auch die bäuerlichen Betriebe auf die Probe. Der Blick zurück zeigt aber: Mit Einsatz, Zusammenarbeit und Innovationskraft sind unsere Bäuerinnen und Bauern zu unglaublichen Leistungen imstande.
Dafür ist das Land Niederösterreich auch stolz auf seine bäuerlichen Betriebe und auf seine Landwirtschaftskammer, als fester Partner für das Land und für die Bäuerinnen und Bauern.


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