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Eine Milliarde Euro für die Wasserzukunft Niederösterreichs

Wasser ist Fluch und Segen zugleich – niemand weiß das so gut wie die Bäuerinnen und Bauern. Zuviel davon führt zu Hochwässern und Flutkatastrophen. Alleine durch das Donau-Jahrhunderthochwasser 2002 entstanden in Niederösterreich Schäden von fast einer Milliarde Euro. Auf der anderen Seite brauchen wir sauberes Trinkwasser aus dem Wasserhahn und ausreichend Wasser für unsere Felder zur Sicherung unserer Lebensmittelversorgung. Hier überall gilt: Wasser ist Leben!
Und deswegen werden wir auch kräftig investieren: Bis inklusive 2025 werden in Niederösterreich fast eine Milliarde Euro in die Wasserzukunft investiert! 355 Millionen werden in den Hochwasserschutz fließen, um viele neue Schutzprojekte zu starten. Absolute Sicherheit gibt es natürlich nie, aber wir tun alles, um das Risiko so gering wie möglich zu halten. Vorrang vor Mauern und Dämmen haben dabei immer Rückhaltemaßnahmen, bei denen unseren Flüssen wieder mehr Raum gegeben wird.
Viele Länder Europas beneiden uns in Österreich auch um unser gutes Trinkwasser, und das zu Recht. Von rund 315 Millionen Kubikmeter Wasserbedarf jährlich in Niederösterreich gehen 40 Prozent an die Haushalte, öffentliche Gebäude und Gewerbe, 25 Prozent an die Industrie und rund 15 Prozent an die Lebensmittelproduktion in der Landwirtschaft. Und fast 20 Prozent unseres Trinkwassers werden in die Bundeshauptstadt Wien exportiert. Dazu verfügen wir über eine hervorragende Infrastruktur, rund 95 Prozent der Haushalte in Niederösterreich sind an die öffentliche Versorgung und Kanalisation angeschlossen. Auch im Bereich der Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung wird in den nächsten Jahren daher kräftig investiert, nämlich rund 235 Millionen in neue Trinkwasserleitungen und 355 Millionen in die Abwasserbeseitigung. Gerade für den Ländlichen Raum sind diese Investitionen in eine gute Infrastruktur eine wichtige „Dableibens-Vorsorge“.
All diese Projekte sind nicht selbstverständlich und doch setzen wir alle zu Recht voraus, dass wir jederzeit sauberes Trinkwasser und eine funktionierende Abwasserbeseitigung haben. Genauso setzt die Bevölkerung voraus, dass sie immer genug Lebensmittel im Supermarkt­regal findet. Doch auch die müssen zuerst einmal produziert werden. Dafür braucht es unsere Bäuerinnen und Bauern und ebenfalls ausreichend Wasser. Der Klimawandel und die Trockenheit führen dazu, dass wir mehr und mehr auf Bewässerung setzen müssen, um unsere Versorgungssicherheit zu garantieren. Schon im Jahr 2020 haben wir daher das Kompetenzzentrum Wasser gegründet, wo Experten aus der Landwirtschaft und der Wasserwirtschaft gemeinsam an innovativen Lösungen forschen und konkrete Bewässerungsprojekte ausarbeiten, in die wir nun kräftig investieren werden. Die nächsten Bewässerungsprojekte starten etwa im Marchfeld, in der Wachau und am Wagram. Zusätzlich sind mehr als zehn Projekte in
Vorbereitung, mit denen bestehende Diesel-Feldbrunnen elektrifiziert werden. Das trägt nicht nur zur Versorgungssicherheit bei, sondern ist auch ganz konkreter Klimaschutz. Denn mit der Elektrifizierung von insgesamt bereits bald 1.000 Feldbrunnen werden auch jährlich 1,5 Millionen Liter Diesel eingespart!


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