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NEOS befürchten Marketingbeiträge auf Getreide

 

Besorgt reagiert Karin Doppelbauer, NEOS Sprecherin für Landwirtschaft, auf Berichte von einer geplanten Ausweitung des Agrarmarketingbeitrags auf den Getreideanbau. „Mir wurde bereits von mehreren Seiten zugetragen, dass die AMA Marketing plane, einen Agrarmarketingbeitrag auf Getreide einzuheben. Angesichts der Tatsache, dass die Einkommenssituation der heimischen Landwirtschaft weiter angespannt ist, die Getreideanbaufläche in Österreich heuer ein Rekordminimum erreicht hat und die Erntemenge geringer als in den Vorjahren ausgefallen ist, ist dieser Schritt der AMA Marketing nicht nachvollziehbar“, kritisiert Karin Doppelbauer das Vorhaben.

Der Fokus der Agrarpolitik sollte darauf liegen, die Konkurrenzfähigkeit der Landwirtschaft zu gewährleisten und Bauern und Bäuerinnen zu unterstützen, anstatt weitere Hindernisse für bäuerlichen Unternehmergeist aufzustellen. „Wir NEOS setzen uns gegen höhere Belastung ein. Das Ziel sollte sein, die Marketingbeiträge generell zu drosseln und bäuerliche Eigenständigkeit zu fördern, anstatt weitere Abgaben einzuführen“, meint Doppelbauer. Allein die Tatsache, dass es ganz grundsätzlich keine Werbung für Getreide als solches, sondern nur für daraus produzierte Produkte wie Back- und Teigwaren gibt, stelle den Nutzen des Marketingbeitrages in Frage. „Von einem Marketingbeitrag auf Getreide profitieren im Endeffekt die Mühlen und Bäckereien, die das Getreide weiterverarbeiten“, ist Doppelbauer überzeugt.

Es sei daher Zeit, dass Ministerin Köstinger sowie die AMA-Marketing Klartext redeten. „Planbarkeit ist auch ein essentieller Bestandteil der Agrarwirtschaft“, so Doppelbauer. Die Landwirte hätten ein Recht darauf zu erfahren, wann die AMA Marketing welchen Beitrag auf Getreide einzuheben plane. „Ich habe daher eine Anfrage gestellt, die die Ministerin Köstinger auffordert, Details zu den Plänen preiszugeben“, so Doppelbauer abschließend. Die Ministerin sitze schließlich im AMA Verwaltungsrat und müsse volle Kenntnis über den derzeitigen Verhandlungsstand haben.


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