Foto: ÖBV-Via Campesina

Aktion vor Landwirtschaftsministerium

Für heute Mittag ist die Präsentation des Naturschutz-Pakets der Europäischen Kommission geplant. Mit diesem Gesetzespaket will die EU das im Europäischen Green Deal vorgeschlagene 50 % Pestizidreduktionsziel gesetzlich bindend machen und die Biodiversität wiederherstellen. Die Österreichische Berg- und Kleinbäuer_innen Vereinigung (ÖBV) und GLOBAL 2000 fordern mit Blick auf die Präsentation des Gesetzes heute in einer Aktion vor dem Landwirtschaftsministerium einen Kurswechsel der österreichischen Agrarpolitik. Denn: Unter Landwirtschaftsministerin Köstinger habe sich Österreich an die Spitze einer Gruppe überwiegend osteuropäischer Staaten gehievt, die verbindliche Ziele zur Reduktion von Pestiziden und zum Schutz von Bestäubern lautstark ablehnten. “Totschnig selbst hat sich bei seinem Antritt als “Lobbyist der Bauern” bezeichnet. Seine bisherigen Worte und Taten wecken jedoch die Befürchtung, dass er dabei nicht jenes Bild einer umwelt-, klima- und tierfreundlichen Landwirtschaft vor Augen hatte, mit der die EU-Kommission die Herausforderungen der Klima- und Biodiversitätskrise im Rahmen des Green Deal bewältigen will”, analysiert Helmut Burtscher-Schaden von GLOBAL 2000. Mit der heutigen Aktion vor dem Ministerium stellen ÖBV und GLOBAL 2000 die Frage: “Ist Totschnig wirklich der Lobbyist der Bauern und Bäuerinnen und setzt Schritte für den Übergang in eine zukunftsfähige Landwirtschaft? Oder setzt er auf ‘Weiter wie bisher’ und agiert rückschrittlich und toxisch als Lobbyist der Pestizide?”

Maria Vogt von der ÖBV: “Wir Bauern und Bäuerinnen wollen gute und gesunde Lebensmittel für alle produzieren und wir wollen von unserer wertvollen Arbeit leben können. Dafür braucht es einen Wandel im Agrar- und Ernährungssystem. Mehr synthetische Pestizide sind eine Sackgasse. Eine Pestizidreduktion, verbunden mit einem Kurswechsel in der Agrarpolitik, der mehr Vielfalt, mehr Agrarökologie und ein gutes Einkommen für Bauern und Bäuerinnen bringt, das sind die Weichen für eine nachhaltige Versorgungssicherheit. Landwirtschaftsminister Totschnig muss diese Weichen für die Zukunft jetzt aktiv stellen”.

Gemeinsam fordern die ÖBV und GLOBAL 2000 daher einen Kurswechsel der österreichischen Agrarpolitik: Bundesminister Totschnig muss sich auf EU-Ebene für die Ziele des Europäischen Green Deal stark machen und diese wichtigen Maßnahmen des Naturschutz-Pakets in Österreich konsequent zur Umsetzung bringen. Nur so werden wir die Klima- und Biodiversitätskrise bewältigen und die Zukunft der Bauern und Bäuerinnen in Österreich sichern.


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