Austro Diesel: Massey Ferguson-Image aufpeppen
Bei Austro Diesel, dem Generalimporteur von Massey Ferguson, wird ein Generationswechsel in der Geschäftsführung vollzogen. Johannes Schneider und Manuel Schindele folgen auf Landtechnik-Legende Johann Gram.
Massey Ferguson in Österreich, das war über drei Jahrzehnte lang untrennbar mit Johann Gram verbunden. Mit Jahreswechsel übergab der geschäftsführende Gesellschafter der Austro Diesel GmbH das Szepter an seine Nachfolger Johannes Schneider und Manuel Schindele, die das Unternehmen als Doppelspitze weiterführen werden. Gram, der seit 1995 Geschäftsführer der Austro Diesel GmbH ist, hatte die 1982 gegründete Firma als Management Buy Out 2003 übernommen und zur Vertretung von MF in 11 zentral- und osteuropäischen Märkten ausgebaut. In diesen laufen über 50.000 Traktoren und mehr als 2.000 Mähdrescher der Marke.
Die Neuen an der Spitze streuen dem Visionär Rosen. „Wir drei haben uns in den letzten Monaten perfekt ergänzt. Wenn einer einen Satz angefangen hat, hat ihn der andere beendet. Und Johann Gram wird uns auch weiterhin beratend zur Seite stehen“, sagt Johannes Schneider, der selbst bereits 15 Jahre bei Austro Diesel aktiv ist. Der burgenländische Winzersohn hat das Francisco Josephinum in Wieselburg absolviert und Landtechnik von der Pike auf gelernt. „Ich kann mich vollkommen mit Austro Diesel identifizieren.“ Zuletzt war Schneider für die Leitung des Produktmanagements verantwortlich.
Spannend ist der Werdegang des Neuen im Unternehmen, Manuel Schindele. Er führt im Dunkelsteinerwald im Bezirk Melk einen kleinen Ackerbaubetrieb und ist ein ausgewiesener Experte für Vertrieb und Marketing. Unter anderem war er zuvor Vertriebsleiter beim SK Rapid Wien. „Entschieden hat mein 6-jähriger Sohn, der zurück auf unseren Bauernhof wollte und in jedem Magazin die MFs heraussucht“, scherzt er. Als langfristiges Ziel formuliert Schindele, die Marke mit zehn Prozent Marktanteil unter den Top Vier in Österreich zu etablieren. Aktuell rangiert man mit um die sechs Prozent auf Rang 7.
Dafür will der Marketer das Fabrikat etwas peppiger darstellen. „MF ist lange etwas unter dem Radar gewesen und galt als ein bisschen verstaubt.“ Dabei sei der Traditionshersteller der erste gewesen, der einen selbstfahrenden Mähdrescher und die Dreipunkt-Regelhydraulik entwickelt hat, ergänzt Johannes Schneider. „2008 haben wir auch den weltweit ersten Traktor mit Ad Blue-Technologie auf den Markt gebracht.“ Gemeinsam wolle man das Image wieder dorthin entwickeln, wo es schon einmal war.
Dafür hat Austro Diesel unlängst eine Marktforschungsstudie mit 500 Landwirtinnen und Landwirten in Auftrag gegeben. Ihre Ergebnisse zeigen, dass Massey Ferguson in Österreich als solide, verlässliche und praxisnahe Marke wahrgenommen wird. Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, eine robuste Technik, sowie die Nähe zu Händler und Kunden wird positiv hervorgehoben.
„Wir werden als funktionale und wirtschaftlich sinnvolle Lösung gesehen“, so Schindele. Die Studie liefere auch wertvolle Hinweise, wo Kommunikation und Präsenz künftig weiter ausgebaut werden können. Johannes Schneider hebt auch hervor, dass Austro Diesel bei den Verantwortlichen in Frankreich gehört wird: „Wir sind als Importeur einer der größten Abnehmer von MF weltweit. Wir werden die Wünsche unserer Kunden dort noch stärker einbringen.“
austrodiesel.com


