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LFBÖ im Dissens mit EU-Kommission

Die Land&Forst Betriebe kritisieren die Entwürfe der EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur, die die EU-Kommission heute vorgelegt hat. Darüber hinaus werden mit dem Entwurf, der eine Orientierung an den natürlichen Lebensräumen in den 1950er Jahren vorsieht, natürliche Dynamiken und gesellschaftliche Entwicklungen außer Acht gelassen.

„Die Antwort auf klimatische Veränderungen und eine ungewisse Zukunft kann nicht sein, unreflektiert an der Vergangenheit festzuhalten. Stattdessen müssen der Blick nach vorn gerichtet und aktiv zukunftsorientierte Anpassungsmaßnahmen durchgeführt werden“, formuliert Felix Montecuccoli, Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich seine Kritik am heute präsentierten Entwurf. „Tatsache ist, dass der vorgelegte Entwurf einen massiven Einschnitt in die Kompetenzen der EU-Mitgliedstaaten bedeutet und nicht mit dem Subsidiaritätsprinzip in Einklang zu bringen ist. Da es sich um eine EU-Verordnung handelt, die nicht mehr in nationalem Recht umzusetzen ist, wird den Mitgliedsstaaten auch die Möglichkeit genommen, EU-weite Ziele an die Gegebenheiten in den einzelnen Regionen anzupassen. Gerade in der Forstwirtschaft sind Regelungen auf nationaler Ebene jedoch notwendig und sinnvoll, um der großen europäischen Diversität an Wäldern, Bewirtschaftungsarten und gesellschaftlichen Ansprüchen gerecht zu werden“, so Montecuccoli abschließend.

Von Seiten der Land&Forst Betriebe Österreich ergeht ein dringender Appell an die politischen Entscheidungsträger, diese Gesetzesmaterie im EU-Parlament und im Rat der EU noch in die richtige Richtung zu lenken und so zukunftsfitte Ökosysteme zu fördern, die den aktuellen Herausforderungen gewachsen sind.


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