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Märchenhafte Ideologien in WWF und Greenpeace

„Der Auftrag des Pariser Klimaschutzabkommens, das sich am 12. Dezember zum fünften Mal jährt, ist klar. Innerhalb von drei Jahrzehnten muss unser gesamtes Energie- und Wirtschaftssystem vom Würgegriff der klimaschädlichen fossilen Energieträger befreit werden, sonst brechen unsere Natur- und Lebensräume unter der Last der fossilen CO2-Anreicherung in der Atmosphäre zusammen.“ Dies stellte heute Landwirtschaftskammer (LK) Österreich-Präsident Josef Moosbrugger fest.

„Mit der Zielsetzung einer Klimaneutralität bis 2040 hat auch die Bundesregierung im aktuellen Regierungsprogramm die Marschrichtung klar vorgegeben: Österreich will bereits innerhalb von zwei Jahrzehnten vollständig aus der Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas aussteigen. Die Ziele sind damit zwar gesetzt, was aber noch fehlt, sind konkrete Umsetzungsschritte. Und es wird immer deutlicher, dass die ambitionierten Klima- und Energieziele nur mit der effizienten Nutzung aller verfügbaren Holzsortimente aus unseren nachhaltig bewirtschafteten Wäldern erreichbar sind“, betonte Moosbrugger.

In der EU sind jene Länder Vorreiter beim Anteil erneuerbarer Energien, die eine aktive Waldwirtschaft betreiben. Schweden, Finnland, Lettland und Österreich haben es geschafft, gleichzeitig massiv den Einsatz von Holz zur stofflichen und energetischen Nutzung zu steigern, die Waldfläche auszuweiten und den Holzvorrat zu erhöhen. Damit wurde die Belastung der Atmosphäre um viele Milliarden Tonnen fossiles CO2 reduziert. „Die märchenhaften Ideologien globaler Umweltkonzerne wie WWF und Greenpeace, die eine Außernutzungstellung unserer Wälder verlangen, sind ein gefährlicher Irrweg, mit dem die Klimaneutralität unerreichbar wird und wertvolle Arbeitsplätze vernichtet werden“, warnte Moosbrugger.

„Wir versorgen in Österreich durch nachhaltige Waldbewirtschaftung eine international erfolgreiche Säge-, Platten- und Papierindustrie mit wertvollem Rohstoff, sichern damit Arbeitsplätze und Wertschöpfung und haben gleichzeitig seit den 1970er-Jahren allein durch Scheitholz in der Raumwärme zirka 80 Mrd. l Heizöl ersetzt. Damit wurden nur mit Scheitholz der Atmosphäre 200 Mio. t fossiles CO2 erspart. Dazu kommen noch die positiven Klima- und Wertschöpfungswirkungen der mit Hackgut und Rinde betriebenen 2.500 Biomasse-Nahwärmeheizwerke sowie der zigtausenden Pellets- und Hackgutkessel zur Objektwärmeversorgung“, gab der LKÖ-Präsident zu bedenken.

„In der durch die COVID-Krise verursachten Wirtschaftskrise brauchen wir dringend alle Optionen für Arbeitsplätze im ländlichen Raum. Eine Intensivierung der Waldpflege zur Erhöhung der Widerstandskraft unserer Wälder und zur Verstärkung ihrer positiven Klimawirkungen ist daher das Gebot der Stunde“, unterstrich Moosbrugger.