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Förderung für Verarbeitung wirkt

 

„Mit der Förderung ‚Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse‘ unterstützen wir innovative Projekte direkt. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, ist es für die Erzeuger und Vermarkter wichtig zu investieren und die Qualität der Produkte laufend zu erhöhen. Mit der Förderung unterstützen wir Betriebe und lösen Investitionen von mehr als 58 Mio. Euro aus. Das stärkt die gesamte landwirtschaftliche Wertschöpfungskette“, erklärt Elisabeth Köstinger, Bundesministerin für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus.

Kleine und mittelständische Unternehmen sowie landwirtschaftliche Betriebe und Vereinigungen erhalten eine Unterstützung bei Investitionen. Für Projekte in den Bereichen Innovation, Nachhaltigkeit, Qualität oder Effizienz bei Verarbeitung und Vermarktung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen oder Verfahren steht dabei ein Zuschuss von bis zu EUR 1 Mio. zur Verfügung.

Mit dem Ziel diese Unternehmen als Abnehmer heimischer Produkte zu stärken, kann das Förderungsprogramm bereits auf eine erfolgreiche Bilanz verweisen: Insgesamt wurden seit 2014 bereits 284 Projekte mit rund EUR 111 Mio. unterstützt. Damit konnten mehr als 11.500 Arbeitsplätze gesichert und 1.200 neue Jobs geschaffen werden. „Als aws unterstützen wir Unternehmen bei Investitionen in Innovation und Wachstum und helfen mit zinsgünstigen Krediten, Garantien, Zuschüssen, Eigenkapital und Coachings. Wie die vielen Unternehmensbeispiele zeigen, wird mit den Investitionen der Betriebe sowohl die Wertschöpfung, die Wettbewerbsfähigkeit aber auch die Arbeitsbedingungen im Sektor verbessert“, sagt die aws Geschäftsführung, Edeltraud Stiftinger und Bernhard Sagmeister.

Unterstützt werden Unternehmen, wie jenes von Junglandwirt Reinhard Zauner aus Sierning. Der Familienbetrieb Zauner hat 2017 mit der Betriebsübernahme die Landwirtschaft auf Bioproduktion umgestellt. Um die Wertschöpfung bei der Erzeugung von Bio-Grassamen zu erhöhen, hat der Betrieb in Kooperation mit der Höheren Bundeslehr- und Forschungsanstalt Raumberg-Gumpenstein mit dem Versuchsanbau von alternativen Grassorten begonnen. Für die Produktion wurde eine innovative Trocknungsanlage benötigt und dafür konnte nun ein Zuschuss zugesagt werden.

Aber auch Investitionen von Genossenschaften können unterstützt werden, wie beispielsweise die Sennerei Langenegg. In der Region Bregenzerwald gab es einen Mangel an Lagerplatz für Schnittkäse. Daher hat die Sennerei ein eigenes Käselager entwickelt. Unter anderem wurde in Roboter-Technologie investiert. 25 Bauern aus der Region sind an der Sennerei beteiligt und verarbeiten jährlich rund 3.900 Tonnen Milch.

Einreichungen zum Förderprogramm sind laufend möglich. Weitere Informationen unter: www.aws.at/aws-verarbeitung-landwirtschaftlicher-erzeugnisse